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In vier Wochen geht die Adventszeit los. Auf dem Christkindlmarkt am Marienplatz wird es dann wieder brechend voll sein.

Bürgermeister Schmid zuversichtlich

Sicherheit auf Christkindlmärkten? Das sagt Schmid

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München - Gibt es auf dem Christkindlmarkt schärfere Kontrollen? Wir sprachen mit Bürgermeister Josef Schmid. Das war seine Antwort.

Man müsse überlegen, ob die guten Erfahrungen mit den Sicherheitsmaßnahmen auf dem Oktoberfest auch auf den Christkindlmarkt am Marienplatz übertragbar seien, hatte Schmid, der als Wirtschaftsreferent auch für den Christkindlmarkt am Marienplatz zuständig ist, nach der Wiesn gesagt. Nun rückt die Adventszeit näher. Konkret sagen, ob und was sich am Sicherheitskonzept ändert, könne man noch nicht, heißt es aus dem Referat. „Etwas grundlegend Neues wird es aber nicht geben“, sagt Sprecherin Claudia Bauer. 

Auch Schmid sagt: .„Wir sehen keine Veranlassung für drastische Maßnahmen.“ Man habe es geschafft, eine sichere Wiesn hinzustellen. Und auch der Münchner Christkindlmarkt werde so sicher wie jedes Jahr. „Wir gehen von einer tollen, friedlichen Stimmung aus. Es gibt überhaupt keinen Grund, den Märkten fernzubleiben.“

Konkrete Ergebnisse soll es nächste Woche geben

Die Besprechungen zum Sicherheitskonzept für die Christkindlmärkte laufen. Konkrete Ergebnisse soll es nach Informationen unserer Zeitung bereits nächste Woche geben. Laut Polizei gibt es derzeit keine konkrete Gefahrenlage. „Deshalb gehen wir im Moment von einer ähnlichen Zahl der Einsatzkräfte wie im vergangenen Jahr aus“, sagte Sprecher Thomas Baumann auf Anfrage.

Auch Wolfgang Fischer, Chef der Vereinigung der Innenstadthändler, sieht der Adventszeit positiv entgegen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die vergangenen Großveranstaltungen wie die Shoppingnacht sehr gut besucht waren“, sagt er. Seiner Ansicht nach habe sich das Sicherheitsgefühl der Menschen wieder verbessert. „Wir haben auch ein perfektes Polizeipräsidium, die Leute haben Vertrauen in die Arbeit der Polizei.“ Fischer geht davon aus, dass der Christkindlmarkt und die Geschäfte in der Innenstadt zur Adventszeit gut besucht werden. „Schon seit der letzten Septemberwoche haben wir wieder mehr Umsatz verzeichnet“, sagt er. Auch der Oktober laufe bisher gut. „Und jetzt hat der Kauf der Weihnachtseinkäufe begonnen.“

Letztes Jahr flog ein Hubschrauber über den Markt

Das Sicherheitskonzept für den weltberühmten Nürnberger Christkindlesmarkt gibt es seit dem Unglück bei der Loveparade 2010. Laut Christine Beeck, Leiterin des für den Christkindlesmarkt zuständigen Marktamtes, laufen auch hier die Gespräche. „Wir haben natürlich auch interessiert verfolgt, wie die Wiesn läuft“, sagt Beeck. In Nürnberg werde heuer der private Sicherheitsdienst „ein wenig“ aufgestockt. „Seit drei Jahren haben wir hier einen SMS-Verteiler, mit dem wir alle 200 Händler erreichen können. 

Letztes Jahr flog ein Hubschrauber über dem Markt. Per SMS konnten wir sofort Entwarnung geben, dass dieser nur Filmaufnahmen macht.“ In Nürnberg zählt man zudem auf die Händler„Einem Händler fällt sofort auf, wenn sich in seinem direkten Umfeld etwas ändert. Das ist besser als jede Kamera.“ Eine Sprecherin der Polizei Mittelfranken sagte, es sei nicht ausgeschlossen, dass heuer beim Christkindlesmarkt mehr Kräfte eingesetzt würde.

Auf dem Winter-Tollwood auf der Theresienwiese will man heuer aufstocken. Nach den Anschlägen von Paris waren schon im letzten Jahr mehr Polizeibeamte und private Sicherheitsleute auf dem Tollwood unterwegs. „Die Vorkehrungen für das Winterfestival 2016 werden weiter verstärkt“, sagt Tollwood-Sprecherin Christiane Stenzel. So werde es mehr Security geben. Neu ist, dass an allen vier Haupteingängen Sicherheitskräfte positioniert sind. An den Eingängen wird es zudem stichprobenartig Taschenkontrollen geben. Die Schließfächer für Taschen werden aufgestockt.

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