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Der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä.

Nach Alarm in Hannover

Sicherheitslage in München: Das sagt der Polizeipräsident

München - Nach der Absage des DFB-Spiels am Dienstagabend in Hannover ist auch bei den Münchner Bürgern die Verunsicherung groß. Polizeipräsident Hubertus Andrä erklärte daher in einem öffentlichen Statement die Lage und Maßnahmen.  

"Die wichtigste Erkenntnis und vor allem Botschaft für die Münchner ist, dass trotz der jüngsten Ereignisse nach jetzigem Stand keine Hinweise dafür vorliegen, dass in München ein Anschlag bevorsteht" - so lautet die klare Botschaft des Münchner Polizeipräsidenten in einer Stellungnahme am Mittwoch.

Er räumte dennoch ein, die Anschläge von Paris und die Vorkommnisse in Hannover führten dramatisch vor Augen, "wie angreifbar eine freiheitliche und offene Gesellschaft sein kann". Sie machten außerdem deutlich, "dass es eine hundertprozentige Sicherheit vor Terror nicht geben kann."

Jedoch, so Andrä, könne man viel tun, um die Gefahr möglicher Anschläge zu reduzieren. Auch die Münchner Polizei habe dafür einen ganzen Katalog von Maßnahmen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Die Einsatzkonzepte sind an die veränderte Sicherheitslage angepasst worden: So wurden die Schutzmaßnahmen für ausgewählte Bereiche und Objekte in München erhöht. Außerdem seien alle Polizeibeamte hinsichtlich der Gefahr von terroristischen Anschlägen sensibilisiert und besonders wachsam und mehr Einsatzkräfte auf den Straßen unterwegs.

"Auch bei Veranstaltungen, wie Konzerten, Fußballspielen oder etwa den bevorstehenden Christkindl-Märkten, aber auch bei Versammlungen haben wir ein noch wachsameres Auge auf Ihre Sicherheit. Wir stehen im engen Kontakt mit den Veranstaltern und stimmen uns über die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ab", erklärt der Polizeipräsident.

Des weiteren stehen die Münchner Behörden in engem Austausch mit allen nationalen Sicherheitsbehörden und analysieren täglich alle relevanten Informationen. "Als Folge führen wir täglich eine intensive Lageeinschätzung und Gefährdungsbeurteilung durch", so Andrä. "Die extremistische Szene sowie das Verhalten der uns bekannten hier wohnenden Gefährder wird durch uns intensiv beobachtet. Darüber hinaus werden noch weitere verdeckte Maßnahmen unternommen, die wir aus gutem Grund nicht öffentlich diskutieren wollen." Der Polizeichef verspricht außerdem, die Bevölkerung auf allen Kanälen umgehend zu informieren, sollte sich an der Lageeinschätzung etwas ändern.

Der Appell des Polizeipräsidenten an die Münchner: "Lassen Sie sich von den Ereignissen nicht verunsichern und führen Sie Ihren Alltag in gewohnter Weise fort. Nur wenn wir alle gemeinsam zeigen, dass der Terrorismus sein eigentliches Ziel, die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen und das öffentliche Leben zum Erliegen zu bringen, nicht erreicht, kann er niemals gewinnen.“

mm/tz

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