+
Etwa 2000 Menschen kamen am Samstag zum Stachus.

Abseits der Reden

Vom Stachus zum Marienplatz: 1900 Personen demonstrieren gegen Siko 

  • schließen
  • Florian Weiß
    Florian Weiß
    schließen
  • Patricia Kämpf
    Patricia Kämpf
    schließen

München - Abseits der Reden der Politiker im Bayerischen Hof gehen am Samstag viele Menschen auf die Straße, um gegen die Sicherheitskonferenz zu demonstrieren. Am Stachus war einiges los.

Wie in jedem Jahr haben die Gegner der Sicherheitskonferenz (Siko) auch 2017 wieder zu Demonstrationen und Kundgebungen rund um das Treffen der hochrangigen Politiker in München aufgerufen, das an diesem Wochenende im Hotel „Bayerischer Hof“ stattfindet. Die Auftaktkundgebung fand um 13 Uhr am Stachus statt - etwa 1550 waren laut Polizei vor Ort, ebenso wie etwa 100 Flüchtlinge. Also weniger als erwartet. Bei der Abschlusskundgebung am Marienplatz sprach die Polizei von 1900 Teilnehmern. Die Einsatzkräfte waren zufrieden mit dem Verlauf, es blieb als friedlich.

An einer Menschenkette, die im Rahmen dieser Versammlung in der Zeit zwischen 14.00 Uhr und 15.00 Uhr vom Karlsplatz bis zum Marienplatz gebildet wurde, nahmen knapp 300 Personen teil.

Die Demonstranten zogen am Samstag vom Stachus über den Lenbachplatz, den Platz der Opfer des Nationalsozialismus, über die Brienner Straße, den Odeonsplatz, die Residenzstraße und die Dienerstraße zum Marienplatz. Dort fand um 16 Uhr die Schlusskundgebung statt, die gegen 17.40 Uhr endete. Während des Zuges wurden so genannte Konfettiböller gezündet und die Polizei musste die Demonstration immer wieder stoppen, um Teilnehmer zu kontrollieren.

Kleiner Zwischenfall nahe des Bayerischen Hofs

Zu einem kleinen Zwischenfall kam es an der Ecke Theatiner-/Maffeistraße. Rund 20 Personen kamen aus dem Zugang der Fünf Höfe und wollten die Absperrung in Richtung Hotel Bayerischer Hof passieren. Ihre Identitäten wurden festgestellt. Eine Person wurde festgenommen, da sie wegen eines Vorfalls bei einer anderen Demonstration vor einem Jahr gesucht worden war.

Im Rahmen des gesamten Versammlungsgeschehens des heutigen Tages in der Münchner Innenstadt waren rund 600 Polizeibeamte im Einsatz.

Einige Straßen sind am Wochenende wegen der Sicherheitskonferenz in der Münchner Innenstadt gesperrt, weswegen die Polizei auch rät, nicht mit dem Auto dorthin zu fahren. Im Umfeld des Bayerischen Hofes hat die Landeshauptstadt einen Sicherheitsbereich angeordnet, der noch bis Sonntag, 19. Februar, 15 Uhr, dauert. In dieser Zeit dürfen nur Personen den Sicherheitsbereich betreten, die über entsprechende Ausweise verfügen. 

So demonstrieren die Münchner gegen die SiKo

Die Polizei hatte die Teilnehmer der Demonstration bereits zu friedlichen Protesten aufgerufen und angekündigt, gegen Störungen konsequent vorzugehen. Mit etwa 100 Staats- und Regierungschefs sowie Außen- und Verteidigungsministern seien 2017 mehr besonders schutzwürdige Teilnehmer in der Stadt als im Vorjahr, hieß es. Zudem gelte eine „abstrakt erhöhte Terrorismusgefährdung“. Der erste Tag der Siko in München, der Freitag, 17. Februar, ist nach Angaben der Polizei ruhig verlaufen, es kam zu „keinerlei Besonderheiten“.

In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die Sicherheitskonferenz 2017 in München wissen müssen. Über die Reden der Politiker berichten wir in unserem Live-Ticker zur Siko in München.

weg/pak

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

S-Bahn: Probleme auf der Stammstrecke behoben
In unserem News-Ticker informieren wir Sie über Störungen auf Münchens S-Bahn-Linien. Am Dienstagnachmittag gab es eine Störung auf der Stammstrecke. 
S-Bahn: Probleme auf der Stammstrecke behoben
Sie wollten Scharia-Staat errichten: Zwei Syrer in München verurteilt
Zwei junge Männer kämpften in Syrien für eine islamistische Gruppe. In Deutschland werden sie dafür als Terroristen bestraft. War den Flüchtlingen in ihrer Heimat …
Sie wollten Scharia-Staat errichten: Zwei Syrer in München verurteilt
Zwei mutmaßliche Islamisten in München verurteilt
Das Oberlandesgericht München hat zwei mutmaßliche Islamisten zu Haftstrafen von zwei und vier Jahren verurteilt.
Zwei mutmaßliche Islamisten in München verurteilt
Häuser, Autos, Schilder: Unbekannte sprayen in der ganzen Stadt
Über 100 Mal haben Unbekannte in München Gebäude, Autos und Straßenschilder mit Lackspray besprüht. Die Schmierereien ziehen sich durch die ganze Stadt, wie die Polizei …
Häuser, Autos, Schilder: Unbekannte sprayen in der ganzen Stadt

Kommentare