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Der Sitz der Augustinum-Gruppe.

Nach gut dreijährigen Ermittlungen

Skandal um das Augustinum: Ex-Manager angeklagt

Die Staatsanwaltschaft München I hat Anklage gegen einen früheren Verantwortlichen des Sozialkonzerns Augustinum sowie drei weitere Personen wegen Betrugs und Untreue erhoben.

München - Ihnen wird vorgeworfen, den Konzern mit Immobiliengeschäften ausgenommen und in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

Der inzwischen verstorbene Vorsitzende des Aufsichtsrats, der frühere kaufmännische Geschäftsführer, ein Vermittler sowie zwei Beschuldigte auf Käuferseite hätten den Vorsitzenden der Geschäftsführung und die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats über die Umstände von Immobilienverkäufen getäuscht.

Konkret sei es dabei um den wirtschaftlichen Hintergrund und die Bonität der in Wahrheit vermögenslosen Käufergesellschaften gegangen. Die Beschuldigten hätten sich die Zustimmung des Aufsichtsrats zu Verträgen erschlichen, die dem Sozialkonzern einen wirtschaftlichen Schaden in Millionenhöhe einbrachten.

Im Februar 2014 hatte der Aufsichtsrat des Unternehmens einen anonymen Hinweis erhalten und daraufhin interne Ermittlungen eingeleitet. Sie mündeten Ende Juni 2014 in die Erstattung einer Strafanzeige und weitere Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

dpa

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