1. Startseite
  2. Lokales
  3. München
  4. Stadt München

Ski-Weltcup soll am Olympiaberg umziehen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Eidgenossen im Ski-Fieber: Das Weltcup-Rennen am Olympiaberg lockte heuer wieder 17 000 Zuschauer an, auch viele Nicht-Münchner. foto: reinhard kurzendörfer
Eidgenossen im Ski-Fieber: Das Weltcup-Rennen am Olympiaberg lockte heuer wieder 17 000 Zuschauer an, auch viele Nicht-Münchner. foto: reinhard kurzendörfer

München - Anwohner plädieren dafür, den Parallel-Slalom in Richtung Tollwood-Gelände zu verlegen - der Veranstalter will das prüfen.

Rund 17 000 Skisportfans kamen am Neujahrstag wieder zum Weltcup-Parallel-Slalom der Ski-Elite aufs Olympiagelände - die Stimmung war enorm. Der ein oder andere Anwohner hingegen ist nicht nur glücklich mit dem Großereignis, das seit 2011 in München stattfindet. Bei der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses Milbertshofen-Am Hart, die auf Einladung der Olympia GmbH in deren Räumlichkeiten stattfand, haben Bürger nun diverse Wünsche vorgebracht. Ein zentraler ist, das Rennen auf die andere Seite des Olympiabergs zu verlegen.

Wegen der Veranstaltung müsse man lange Zeit auf den Olympiasee verzichten, klagte ein Anwohner. Er regte an, die Rennstrecke auf die westliche Seite des Olympiabergs, also in Richtung Tollwood-Gelände, zu verlegen. Im Fernsehen mache das keinen Unterschied. Dann müsste man die Zuschauerränge nicht auf dem Olympiasee platzieren.

Veranstaltungsleiter Nils Hoch zeigte sich offen für die Anregung. Da das Tollwood-Gelände der Stadt München gehöre, müsse jedoch geklärt werden, ob es für diesen Zweck genutzt werden dürfe. Des Weiteren gelte es, mit dem Vertragspartner, dem Deutschen Skiverband (DSV), zu sprechen, ob der Olympiaberg auf dieser Seite aus sportlicher Sicht überhaupt geeignet wäre.

Außerdem, so der Vorschlag anderer Bürger, soll die Piste vorher oder nachher beispielsweise von Münchner Schulklassen genutzt werden können. „Damit könnte die Akzeptanz der Veranstaltung in der Bevölkerung gesteigert werden.“ Hoch erklärte jedoch, dass „die Präparierung der Strecke technisch so diffizil ist“, dass im Vorfeld nicht einmal er die Piste betreten dürfe. Für eine Nutzung nach dem Weltcup könne er sich auch nicht aussprechen. Die Piste sei nichts für Jedermann, die Weltcup-Teilnehmer würden eine regelrechte Eisplatte befahren. Da wolle er keinen Schüler hinunter jagen, betonte Hoch. Eruieren wolle er jedoch, ob man im Nebenbereich in der Zeit eine zweite Piste anlegen kann.

Problematisch sehen die Bürger offenbar auch das Wetter, das den Veranstaltern heuer beinahe zum zweiten Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. 2012 musste das Stadtrennen abgesagt werden. Heuer konnte Schnee aus Reit im Winkl die Veranstaltung retten. Die Bürger wollten deshalb vom Veranstaltungsleiter wissen, wie viel Wasser und Energie durch Schneekanonen für die Pistenpräparierung benötigt würden. Nils Hoch versprach, diese Zahlen nachzureichen.

Sonja Kirchensteiner

Auch interessant

Kommentare