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Der Stadtrat will die WC-Anlagen verbessern.

Organisiert, wenns pressiert

Skurril: München bekommt einen „Toiletten-Koordinator“

München - Dringende Angelegenheiten musste Bürgermeister Josef Schmid nun klären: Da ihn immmer mehr Beschwerden erreichten, machte er nun Nägel mit Köpfen und beauftragte einen Toiletten-Koordinatoren.

Es mag dringendere politische Probleme geben, aber kaum eines bewegt die Menschen in dem Maße wie das dringende Bedürfnis. Fehlende, verschlossene oder verdreckte Toiletten sind jedenfalls ein Dauerthema in München. Beschwerden darüber erreichen etwa Bürgermeister Josef Schmid (CSU) laufend, wie er am Donnerstag im Kommunalausschuss erklärte. Die Stadt will daher möglichst viele öffentliche Toiletten erhalten und sanieren. Zudem wird ein privater Betreiber für einen Großteil der Anlagen gesucht. Und die Beschilderung der Toiletten soll besser werden, wie der Stadtrat nach einem entsprechenden SPD-Antrag beschlossen hat – weil viele stille Örtchen schlichtweg unauffindbar seien.

All diese Dinge erfreuen nicht zuletzt die CSU. Fraktuionschef Hans Podiuk erklärte: „Ich strahle ein gewisses Maß an Zufriedenheit aus.“ Denn in der Vergangenheit habe die Landeshauptstadt zu wenig in öffentliche WC-Anlagen investiert. Seit eineinhalb Jahren habe jedoch ein Umdenken stattgefunden. Ungeklärt ist weiterhin, welches Referat sich bei der Stadtverwaltung um die WCs kümmert. Künftig soll es dafür einen „Toiletten-Koordinator“ geben. Die CSU fordert überdies die Einführung einer Toiletten-App, denn damit treffe man „genau den Zeitgeist“. Die SPD möchte indes an ihrem Vorschlag „Nette Toilette“ festhalten. Dieses Konzept besagt, dass Wirte die WCs ihrer Lokale gegen eine Aufwandsentschädigunng auch für Nicht-Kunden öffnen. Nachdem die Gastronomen der Altstadt abgewunken hatten, soll die Stadt es nach dem Willen der SPD nun außerhalb des Zentrums versuchen. klaus vick

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