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Dieses Foto stellten die Ermittler im Chat-Verlauf sicher.

Mann in die Falle gelockt

So kamen die Ermittler auf die Spur von Bubi-Räuber „Marcus“

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München - Über eine Dating-Plattform suchte er sich sein Opfer aus und lockte es in die Falle. Nun ging der Räuber mit dem Bubi-Gesicht der Polizei ins Netz - dank eines entscheidenden Tipps. 

Jetzt hat sich’s ausgegrinst: Nur wenige Tage war das Fahndungsfoto des unschuldig lächelnden Räubers mit dem Kindergesicht im Netz. Nun sitzt der 19-Jährige in U-Haft: Damit ist der Raubüberfall auf einen ahnungslosen Homosexuellen in Aubing offenbar geklärt.

Auf der Dating-Plattform Gayromeo suchte der zunächst unbekannte junge Mann mit dem Babyface Ende Juni unter dem Pseudonym „Marcus“ Kontakt zu einem arbeitslosen Münchner (38). Am späten Abend des 1. Juli trafen sich die beiden Männer am S-Bahnhof Aubing. Eine Falle! Denn „Marcus“ war nicht allein gekommen. Plötzlich tauchte ein Pärchen auf, das offenbar zu ihm gehörte. Die beiden Männer schlugen und traten den völlig überraschten 38-Jährigen zusammen, bis er hilflos mit gebrochener Nase, Schädeltrauma und zahllosen Prellungen liegen blieb. Dann entrissen ihm die Männer sein Handy und den Geldbeutel. Die Frau sah dabei die ganze Zeit ungerührt zu. Danach floh das Räubertrio.

Nach zunächst vergeblichen Ermittlungen veröffentlichte die Polizei Ende November ein Foto von „Marcus“ aus dem Gayromeo-Chatverlauf. Bereits wenige Tage später meldeten sich Bekannte. Sie wussten, dass der Gesuchte in der Münchner Gastronomie in einer Küche arbeitet. Dort wurde er am Nikolausabend festgenommen. Er leugnet die Tat bisher. Der Richter erließ jedoch Haftbefehl. Nach seinen beiden Komplizen, einem etwa 20-jährigen Pärchen, wird noch gefahndet.

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