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Giuseppe M. arbeitete als Kurier für die Auto-Mafia in seiner Heimat Neapel.

PS-starke Beute

So tricksen italienische Autodiebe - Kurier Giuseppe M. vor Gericht 

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Giuseppe M. hat als Kurier für die Auto-Mafia in seiner Heimat Neapel gearbeitet. Der 42-Jährige hat für seine Botendienste von der Italo-Bande kassiert. Die Masche lief immer nach der selben Tour.

München - Giuseppe M. könnte einem beinahe leid tun. Eine Krankheit kostete den Italiener seinen Job. Es fehlte an Geld für Miete und Familie. „Manchmal wusste ich nicht, was ich meinen Kindern zum Essen geben sollte“, sagte der 42-Jährige gestern auf der Anklagebank vor dem Münchner Landgericht. Denn aus Verzweiflung wurde er zum Kriminellen. 

Mietautos von München nach Neapel

Mit Komplizen schaffte er Mietautos von München nach Neapel - und kassierte rund 600 Euro für Botendienste. Der ehemalige Lastwagenfahrer erzählt von den Strukturen der Italo-Bande, von der er regelmäßig Aufträge erhielt. Gefälschte Ausweise, Führerschein, Kreditkarten und Flugtickets nach München bekam er von den Hintermännern gestellt. Nach ihnen fahndet die Polizei nach wie vor, Giuseppe M. würde sie wohl verraten, doch er kennt nur deren Spitznamen. „Sie nennen sich ‚Der Blonde‘ und ‚Onkel Raphael‘‘‘, erzählt der stämmige Italiener. Vier Fälle werden M. zur Last gelegt. 

Zwischen 11. September und 13. Dezember 2016 soll er einen Mercedes, zwei Ford-Modelle und einen BMW 3er im Gesamtwert von rund 160.000 Euro in München mit falschen Personalien angemietet und nach Italien gefahren haben. 

Was dort mit den Autos passierte, weiß Giuseppe M. angeblich nicht. „Mich interessierte nur das Geld. Ich musste meine Schulden zurückzahlen“, sagte er. Jetzt droht ihm lange Haft. 

J. Heininger

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