Hand in Hand gegen Rassismus

An diesem Sonntag: Menschenkette in München

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München - Unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt“ wird am Sonntag in München eine große Menschenkette gebildet.

Islamfeind­liche Hetze, antisemitische Sprüche, aber auch Anfeindungen gegen Christen, die sich für Flüchtlinge engagieren: Die Stimmung im Land ist dank AfD, Pegida und Co. aufgehetzt wie lange nicht.

Dagegen wollen Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften und Hilfsorganisationen wie der Paritätische Wohlfahrtsverband am Sonntag ein Zeichen setzen: Unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt“ sollen in einem großen Kreis durch die Innenstadt die Flüchtlingshilfe Bellevue di Monaco sowie jüdische, christliche und moslemische Einrichtungen verbunden werden (siehe Karte): die israelische Kultusgemeinde, das Forum für Islam, die katholische Kirche St. Michael, das evangelische Pfarramt St. Matthäus sowie die griechisch-orthodoxe Salvatorkirche.

Die Menschenkette soll gegen 13.30 Uhr gebildet werden. Zuvor gibt es um 12 Uhr am Stachus eine Auftaktkundgebung, bei der unter anderem Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne), Stadtdekanin Barbara Kittelberger, der bayerische DGB-Chef Matthias Jena und Benjamin Idriz vom Münchner Forum für Islam sprechen werden. OB Dieter Reiter unterstützt die Aktion zwar ausdrücklich, kann aber aus Termingründen nicht teilnehmen.

„Wir stehen für die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Wahrung der Menschenrechte. Die Genfer Flüchtlingskonvention darf nicht in frage gestellt oder durch nationale Asylrechtsverschärfungen untergraben werden“, heißt es im Aufruf der bundesweiten Aktion.

Auch in Berlin, Bochum, Hamburg und Leipzig soll es am Wochenende Menschenketten geben, in zahlreichen anderen Städten Kundgebungen. 

Rubriklistenbild: © dpa

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