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Auch für die Wohnungslosenhilfe sollen sich die Unternehmen engagieren. 

Wohnungslosenhilfe & Sozialstationen

Sozialwohnungen: CSU will, dass Konzerne mithelfen

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Die Wohnungsnot in München ist groß: Die CSU will deshalb ein Stadtratshearing zu Thema veranstalten, um zu erreichen, dass Unternehmen sich mehr für das Allgemeinwohl stark machen - Stichwort: Wohnungslosenhilfe.

München - Wie kann es sein, dass ein Mann unter der Brücke schlafen muss, obwohl er jeden Tag brav zur Arbeit geht? Der Fall des obdachlosen Thomas Moses gab erschreckenden Zahlen ein Gesicht: Mehr als 7200 Wohnungslose gibt es laut einer Analyse der Stadt in München. Das könnte sich bessern, wenn sich die Wirtschaftsunternehmen mehr einbringen würden – der Meinung ist die Rathaus-CSU. Daher stellte sie nun einen Antrag, um ein „Stadtratshearing zur Wohnungslosigkeit unter Beteiligung von Unternehmen“ einzuberufen.

In anderen Ländern üblich

„In vielen Ländern, wie auch in den USA, gibt es Wirtschaftsunternehmen, welche sich in die Wohnungslosenhilfe einbringen“, sagt Stadtrat Marian Offman. „Vorstellbar wäre, dass eine zentral gelegene Einrichtung unterstützt wird von Wirtschaftsunternehmen.“ In amerikanischen Großstädten ist es gang und gäbe, dass Firmen Medizinzentren oder auch Sozialunterkünfte betreiben. Kostenfrei – aus Image-Gründen. 

Die CSU will klären, ob auch Siemens oder BMW Ähnliches in München aufziehen könnten: „Die Einrichtungen könnten auch die Namen der Unternehmen tragen“, sagt Offman. „Eine solche Zusammenarbeit wäre ein gutes Zeichen für mehr Zusammenhalt in ohnehin schwierigen Zeiten.“

24.000 Anträge für 3200 Wohnungen

Knapp 3200 Sozialwohnungen stehen in München pro Jahr zur Verfügung – es gibt aber jährlich rund 24.000 Anträge auf eine günstige Unterkunft. Die Situation wird sich in nächster Zeit nicht bessern, im Gegenteil: Laut der Studie „Perspektive München“ gibt es derzeit insgesamt knapp 45.000 Sozialwohnungen. Bei rund 1150 davon läuft bis 2020 allerdings die Mietpreis-Bindung aus. Die Eigentümer dürfen dann also mehr Geld verlangen. 

„Wir brauchen einfach schnell mehr Wohnungen für die Schwachen in München“, stellt Offman fest und fügt an: „Wohnungslosigkeit wird zunehmend in der Öffentlichkeit wahrgenommen und vermittelt dort Angst und Sorge über den weiteren Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Deshalb müssen gerade bei diesem Thema neue Wege begangen werden.“ 

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