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Ali K. droht nach dem Überfall jahrelange Haft.

Ihm droht jahrelange Haft

„Jage alle in die Luft“: Sparkassen-Räuber weint vor Gericht

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Er drohte damit, die Sparkassen-Filiale in die Luft zu sprengen: Ali K. überfiel Ende 2016 eine Bank, saß am Mittwoch deshalb auf der Anklagebank. Seine Opfer leiden noch heute.

München - Der Schock sitzt noch tief bei Alexandra E. (16). Erst seit zwei Monaten war sie Auszubildende bei der Stadtsparkasse, als ihre Filiale in der Ingolstädter Straße am 16. November überfallen wurde. Um 13.52 Uhr betrat Ali K. die Bank. Er schrie: „Geld her oder ich jage alle in die Luft!“

„Ich hatte große Angst“, sagte Alexandra E. unter Tränen aus. „Er hatte einen Schalter und die andere Hand an seinem Bauch.“ Dort vermutete sie den Sprengstoffgürtel. Denn Ali K. drohte dem Personal, dass er die Explosion fernzünden könne. Dann öffnete die Filial-Leiterin den Tresor. Mit 4400 Euro Bargeld rannte er aus der Sparkasse.

Diese Stadtsparkassen-Filiale wurde überfallen.

Vor dem Landgericht hat Ali K. die Tat gestanden. „Ich wollte den Bankraub nur vortäuschen“, sagte er – angeblich aus Angst vor einer Abschiebung, weil er Mitglied der Gülen-Bewegung sei. „Ich wollte lieber in Deutschland ins Gefängnis, um Zeit zu gewinnen, als zurück in die Türkei.“

Ali K.: „Ich möchte mich entschuldigen“

Schon am Vormittag der Tat hatte K. viel Alkohol getrunken. Ohne Maske betrat er die Bank. Blieb zunächst aber im Foyer stehen und telefonierte. Als eine Mitarbeiterin ihn fragte, ob er Hilfe braucht, lehnte er ab. Und ging dann an den Schalter von Alexandra E. „Ich habe ihr gedroht“, gab Ali K. zu, „aber nicht mit einer Bombe.“ Er habe den Raub gar nicht durchziehen wollen, „aber dann ging alles wie von selbst. Das Geld habe ich in die rechte Hosentasche gesteckt und bin dann raus gerannt.“ So wie die Bankangestellten, die von einer Todesgefahr durch Sprengstoff ausgingen. Erleichtert sahen sie, wie K. sich der Polizei stellte.

„Ich möchte mich entschuldigen“, sagte er am Mittwoch zu den Mitarbeitern, die psychologische Hilfe brauchten. Als Ali K. sah, wie betroffen sie bis heute sind, weinte er selbst. Sein Mitgefühl kommt spät. Nun droht ihm jahrelange Haft.

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