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Der Spartaner in dir

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München - Im Olympiapark findet im April ein „Spartan Race“ statt - eine Schlammschlacht für alle, die ihre Grenzen spüren wollen.

Marathon und Triathlon haben ausgedient. Nicht nur durchgeschwitzt, sondern vor allem schlammverschmiert - so sollen die Teilnehmer den Zieleinlauf erreichen. Erledigt von einer matschigen Laufstrecke mit jeder Menge Hindernissen. Der Sporttrend „Obstacle Racing“ (Hindernis-Rennen) kommt - wie soll es anders sein - aus den USA. Und hat nun auch München erreicht. Am Samstag, 12. April, wird im Olympiapark das erste „Spartan Race“ stattfinden, ein Hindernis-Rennen im Schlamm.

Der Lauf in München wird der erste dieser Art in Deutschland sein, Veranstaltungen in anderen Städten sollen nach einer erfolgreichen Premiere folgen. 2013 gab es über 60 Rennen weltweit, in Europa fand der Auftakt zum „Spartan Race“ vergangenes Jahr in Frankreich statt. Dort machten im ersten Jahr 5800 Athleten den Spaß mit. In München hätten sich bereits rund 1000 Teilnehmer angemeldet, teilt der Veranstalter mit. Im Olympiapark können die Sportler zwischen zwei Kategorien wählen: Es gibt einen „Spartan Sprint“ mit mehr als sechs Kilometern Laufstrecke und mindestens 15 Hindernissen sowie einen „Spartan Super“. Dieser erstreckt sich über 11 Kilometer mit 21 Hindernissen.

Die Streckenbauer wollen bei den Hindernissen die natürlichen Gegebenheiten des Olympiaparks nutzen, zudem wird es einige künstliche Barrieren geben. Dazu gehören etwa Wassergräben und Kletterwände. Bei den amerikanischen Rennen wird oft noch Stacheldraht bei den Hindernissen verwendet, den lassen die Veranstalter in Deutschland aus Sicherheitsgründen doch lieber weg. Aber im Speerwerfen dürfen sich die Teilnehmer auch hierzulande versuchen. All das in einem Parcours aus Schlamm.

Das Speerwerfen ist eine Anlehnung an die Spartaner, die dem Rennen den Namen geben. Das spartanische Herr aus dem antiken Griechenland galt lange als professionellste Landstreitkraft überhaupt. Die Krieger werden in Filmen wie „300“ mit rotem Umhang und Speer in der Hand dargestellt. Beim „Spartan Race“ werden einige „Spartaner“ in Kostümen zugegen sein und versuchen, die Läufer im Zielbereich aufzuhalten. Aber alles ganz harmlos, versichert der Veranstalter. Dennoch lautet das Motto der Veranstaltung: „Entdecke den Kämpfer in dir!“

Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Balance und Koordination - all diese Fähigkeiten verlangt das Rennen den Teilnehmern ab. Sie sollen an ihre Grenzen gehen, dennoch brauche keiner Angst vor den Anforderungen zu haben. „Jeder kann es schaffen“, erklärt Projektleiter Ben Hoehler. Die Rennen seien für alle Alters- und Leistungsklassen konzipiert. Ob die Teilnehmer beim Sprint nun eine halbe Stunde brauchen oder eineinhalb - „es geht vor allem um die Teamerfahrung“, findet Hoehler. Denn wie heißt es so schön: Einer für alle, alle für einen. Anmelden für das Rennen kann man sich als Einzelstarter oder im Team unter www.de.spartanrace.com. Kosten: 54 bis 69 Euro.

Sven Rieber

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