Kinder sollen früh Fremdsprachen lernen

SPD: Sprachangebote in Kitas sollen ausgebaut werden

München - Mehr bilinguale Kitas für die bayerische Landeshauptstadt wünscht sich die SPD-Stadtratsfraktion. Sie fordert einen Ausbau sprachlichen Bildungsangebote für die Kleinen.

Den Antrag auf den Ausbau der Sprachangebote für städtische Kitas haben sechs Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion am Freitag gestellt. Sie verweisen dabei auf ein bestehendes erfolgreiches französisches Pilotprojekt in München.

Für die Einrichtungen sollen dazu muttersprachliche Erzieher aus dem englischen, französischen und spanischsprachigen Raum in der EU gewonnen werden. Im nächsten Schritt soll dann geprüft werden, ob die "Immersionsmethode" gut geeignet ist. Dabei spricht eine Erziehungskraft nur auf einer Sprache mit den Kindern. Neben einer deutschsprachigen Kraft wäre also ein weiterer Erzieher dabei, der nur auf seiner Muttersprache mit dem Nachwuchs spricht.

Das Angebot ist als freiwilliges Zusatzangebot für die Familien gedacht. "Viele Münchner Familien wünschen sich für ihre Kinder weitere Sprachkompetenzen", so Stadträtin Birgit Volk, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion. Sie betont, dass die Kinder jahrelang von den erlernten Erkenntnissen profitieren würden. Außerdem weißt die Fraktion darauf hin, dass in vielen Münchner Familien ohnehin bereits zwei oder sogar mehr Sprachen gesprochen würden.

Ein weiterer Vorteil laut der SPD: die Stadt München würde so attraktiv für gut ausgebildetes Erziehungspersonal aus dem EU-Ausland. Diese könnten in der bayerischen Landeshauptstadt Berufserfahrung sammeln und dabei sogar ihre Muttersprache einbringen. Deutsch lernen sollen sie trotzdem: Vorab und währenddessen will die SPD ein Deutschkurs-Angebot durchsetzen.

ja

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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