Ursula P. will vor allem eines: So lange wie möglich für sich allein sorgen können. M. Schlaf
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Ursula P. will vor allem eines: So lange wie möglich für sich allein sorgen können.

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„Ich bin selig, dass ich dabei bin“

  • Nina Praun
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Ursula P. hat schwere OPs hinter sich. Trotzdem will die 81-Jährige auf alle Fälle selbstständig bleiben. Also organisiert sie ihr Leben so klug, dass sie alleine zurechtkommt – und der Verein Lichtblick Seniorenhilfe steht ihr stets zur Seite.

VON NINA PRAUN

Die vergangenen Monate waren keine einfachen für Ursula P. Bei ihr wurde Brustkrebs diagnostiziert, und so musste sie operiert werden. Kurz darauf: Verdacht auf Herzinfarkt. Wieder musste sie in den OP-Saal, diesmal wurde ein Stent gesetzt. Anschließend folgte ein wochenlanger Aufenthalt in der Reha – erst dann kehrte Ursula P. endlich in ihr Zuhause zurück. Eine echte Tortur für eine 81-Jährige. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen. „Ich bin sehr zufrieden, dass ich so weit alles gut überstanden habe“, sagt sie.

Denn sie will so lange wie nur möglich selbstständig bleiben. Dazu gehört auch für sie, dass sie ihren Haushalt selbst schmeißt und dass sie selbst zum Einkaufen geht. „Ich habe meine Gebrechen, aber man darf sich nicht gehen lassen“, sagt die Rentnerin. Zwar wurde ihr nach den Operationen eine Einkaufshilfe angeboten, doch sie lehnte ab: „Ich möchte das selber machen,“ sagt Ursula P. – und erledigt so gut wie alles allein. Sei es zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Klar ist das manchmal mühsam. Doch es funktioniert: „So habe ich mir alles vor Ort gesucht“, sagt die Rentnerin stolz. Ein wenig kluge Organisation, die Zeit kostet – aber anschließend das Leben sehr erleichtert.

Gleichzeitig achtet Ursula P. darauf, sich nicht zu übernehmen. „Ich möchte keinen Stress.“ Also macht sie etwa nur einen Arzttermin pro Tag aus, mehr geht eben nicht: „Wenn ich nacheinander bei drei Ärzten bin, werde ich nervös, dann steigt mein Blutdruck, das bringt ja nichts.“ Außerdem darf sie nicht schwer tragen, also lässt sie sich die Wasser-Kästen liefern. Ursula P. hat eben eine vernünftige Mischung für sich gefunden – aus Eigenständigkeit und der Fähigkeit, Hilfe anzunehmen. Wie die des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe. Zu dem ist sie vor einigen Jahren gekommen. Eine Mitarbeiterin bei der Schuldnerberatung hat sie darauf hingewiesen. Damals ging es Ursula P. schlecht. Sie hatte Schulden angehäuft, weil ihr Lebensgefährte ausgezogen war und sie kurze Zeit die teure Wohnung allein weiterzahlen musste. „Es war nicht viel, aber das belastet einen einfach“.

Die Schuldnerberatung und der Verein halfen ihr aus diesem Tief. „Ich bin jetzt sehr glücklich, weil ich wieder schuldenfrei bin“, sagt die Rentnerin heute. Für so viel mehr ist sie noch dankbar: „Mit Lichtblick habe ich wirklich nur schöne Sachen erfahren.“ Sie bekommt etwa eine monatliche Patenschaft (siehe Kasten), „das hilft sehr viel, damit ist schon meine Monatskarte für den Bus bezahlt“. Zudem gibt es von den Mitarbeiterinnen praktische Tipps; etwa bei der Beantragung des Behindertenausweises. „Wenn es diesen Verein nicht gäbe, man müsste ihn erfinden. Ich bin wirklich selig, dass ich dabei bin.“

Schenken Sie Würde

Unterstützen Sie bitte die gemeinsame Aktion des Münchner Merkur und der Sparda-Bank München zugunsten des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe – mit einer einmaligen Spende oder einer Patenschaft (monatlich 35 Euro).

Überweisungen bitte auf das Konto des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe (Schweigerstraße 15, 81541 München) bei der Sparda-Bank München; das Kennwort lautet „Aktion 2020“.

IBAN: DE30 7009 0500 0004 9010 10

BIC: GENODEF1S04

(Für eine Spendenquittung geben Sie bitte Ihre Anschrift an.)

Oder spenden Sie online: www.seniorenhilfe-lichtblick.de

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