Brigitte I. sagt, die Corona-Pandemie habe ihr komplettes Leben verändert.  FOTO: MARCUS SCHLAF
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Brigitte I. sagt, die Corona-Pandemie habe ihr komplettes Leben verändert.

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„Ein richtiges Leben ist das nicht“

  • Nina Praun
    vonNina Praun
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Brigitte I. hat Lichtblick Seniorenhilfe per Zufall entdeckt: in einer Fernseh-Sendung. Seitdem hat ihr der Verein schon mehrmals in großer Not geholfen. Denn die 68-Jährige hat keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie – das ist zu Weihnachten besonders schlimm.

Es war ein furchtbarer Schock für Brigitte I., als sich die Corona-Pandemie in Deutschland ausbreitete. „Ich habe richtig Panik bekommen“, erzählt sie. Die 68-Jährige ist Rentnerin und wohnt allein. Zu ihrer Familie hat sie keinen Kontakt mehr – schuld daran sind Erbstreitigkeiten, wie so oft. „Ich kämpfe mich eben alleine durch“, sagt Brigitte I. Normalerweise hat das auch ganz gut funktioniert; doch als das neue Virus entdeckt wurde, als diese Gefahr drohte und mit ihr große Einschränkungen, da wurde dann doch alles zu viel für die ältere Dame. Tagelang verkroch sie sich in der Wohnung – und weinte.

„Ich danke dem lieben Gott, dass ich damals Lichtblick gefunden habe“

Gott sei Dank war auch hier jemand für sie da, konkret: ein Verein. „Ich danke dem lieben Gott, dass ich damals Lichtblick gefunden habe“, sagt Brigitte I. „Alle Damen dort sind so lieb, sie sind immer da für einen.“ Schon vor Jahren hatte sie den Verein per Zufall im Fernsehen gesehen – und sich daraufhin dort gemeldet. Denn sie bekommt nur wenig Rente. 560 Euro plus Grundsicherung im Alter. „Damit kommt man ja nicht weit.“ Seit sie sich an den Verein gewandt hat, hat ihr Lichtblick schon in vielen finanziellen Notsituationen geholfen: als die Waschmaschine kaputt ging, als sie keine gute Kleidung mehr hatte, als das Geld fürs Einkaufen fehlte. Und nun stand er ihr also auch in der schlimmen Corona-Krise bei: Die Mitarbeiterinnen riefen bei Brigitte I. an und fragten, wie sie helfen könnten. Schließlich schickten sie ihr Lebensmittelpakete, und die Rentnerin beruhigte sich wieder; sie wusste, sie konnte sicher zu Hause bleiben.

Mittlerweile verlässt sie auch wieder das Haus. Bei gutem Wetter ist sie den ganzen Tag unterwegs, geht spazieren, etwa in einem Park in der Nähe. Doch beim Einkaufen ist sie immer noch vorsichtig: „Ich hole nur, was ich dringend brauche.“ Früher war sie oft im Olympia-Einkaufszentrum, das meidet sie jetzt; außerdem ließ sie sich gerne auf einen Kaffee und ein Schwätzchen mit Bekannten beim Bäcker ein – auch das unterlässt sie lieber. Manchmal setzt sie sich zumindest kurz in ein Café, aber nur draußen, an einem eigenen Tisch. „Aber danach bin ich auch wirklich froh, wenn ich wieder daheim bin.“

Die Pandemie hat also ihren kompletten Alltag verändert. „Ein richtiges Leben ist das nicht“, sagt sie resigniert. Doch einen weiteren Lichtblick gibt es noch: Der Rentnerin wurde eine junge Frau vermittelt, mit der sie nun regelmäßig telefoniert. Die ehrenamtliche Helferin ruft immer wieder an und fragt nach, wie es ihr geht.

„Dann reden wir ein wenig, über das Leben und über Corona“, erzählt Brigitte I. „Das hilft.“ So lässt es sich dann doch ein wenig leichter leben – wenn man nicht ganz allein auf der Welt ist.

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Unterstützen Sie bitte die gemeinsame Aktion des Münchner Merkur und der Sparda-Bank München zugunsten des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe – mit einer einmaligen Spende oder einer Patenschaft (monatlich 35 Euro).

Überweisungen bitte auf das Konto des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe (Schweigerstraße 15, 81541 München) bei der Sparda-Bank München; das Kennwort lautet „Aktion 2020“.

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