Ein Herz und eine Seele: Margot M. mit ihrer Betreuerin Petra Schape. privat
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Ein Herz und eine Seele: Margot M. mit ihrer Betreuerin Petra Schape.

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„Ich freue mich doppelt“

  • Nina Praun
    vonNina Praun
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Margot M. ist 97 Jahre alt. Sie ist dement und lebt in einem Pflegeheim und wäre ganz allein auf der Welt – wenn sie nicht eine energische Betreuerin hätte, die sich tatkräftig um das Wohl der alten Dame kümmert. Und die auch dafür gesorgt hat, dass in der Corona-Krise ein kleiner Lichtblick in ihr Leben kam.

Eigentlich kommt Petra Schape regelmäßig in das Altenheim, in dem Margot M. (97) lebt. Schließlich ist sie seit fünf Jahren deren rechtliche Betreuerin. Sie ist also dafür zuständig, dass im Leben der alten Dame alles so läuft, wie es sollte. Denn Margot M. ist dement, und sie ist ganz allein. Sie hat zwar zwei Söhne, doch die haben keinen Kontakt mehr zu ihr. Also sorgt jetzt Schape dafür, dass M. die richtige Pflegestufe bekommt, dass die Krankenkasse zahlt, dass sie die Zuschüsse erhält, die ihr zustehen. Vor allem aber sorgt sie dafür, dass Margot M. sich wohlfühlt. Zum Wohlfühlen gehört bei der 97-Jährigen nämlich auch: die Ästhetik.

Die Dame kleidet sich elegant, trägt Make-up und liebend gerne Parfum. Also versucht Schape alles Mögliche, damit ihr Schützling in den Genuss all dieser Dinge kommt. Doch das wichtigste Mitbringsel bei den Besuchen ist das Klatsch-Magazin. Das bringt sie nicht nur mit, sondern liest es auch vor – denn Margot M. verliert langsam ihr Augenlicht wegen einer „Makuladegeneration“. Was die 97-Jährige allerdings trotz Demenz offenbar nicht verliert, ist ihr profundes Wissen in Sachen Prominenter. „Da kann man ihr gar nichts vormachen, sie weiß alles über Prinz Philip oder Herzogin Kate, aber auch über Hansi Hinterseer“, erzählt Schape und lacht.

Genau damit hat sie das Herz der alten Dame erobert: mit ihrer fröhlichen Art, den regelmäßigen Besuchen, dem intensiven Zuhören – und den Vorlesestunden. Dementsprechend war es auch ein Schock für die Betreuerin, als sie während der Corona-Krise nicht mehr ins Pflegeheim durfte. Schape war klar, dass M. sich einsam fühlen würde. Doch sie wusste, dass sich der Verein Lichtblick Seniorenhilfe seit Jahren um die alte Dame kümmert – finanziell und auch emotional. Und so bat sie dort kurzerhand, M. ein Schokoladen-Paket zu schicken. „Ich weiß ja, wie gern sie die mag.“

Das Paket machte Margot M. glücklich! Mittlerweile darf die 97-Jährige wieder Besuch empfangen, und so war Schape wieder bei ihr. Was sie selbst als großes Glück empfand, denn: Die Betreuerin war auch an Covid-19 erkrankt, hatte einen schweren Verlauf, erst nach fünf Wochen wurde sie gesund. „So freue ich mich jetzt doppelt und dreifach: Dass es mich noch gibt, dass es Frau M. noch gibt – und dass wir uns nun wiedersehen können.

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