Berta S. pflegt ihren dementen Mann seit Jahren voller Aufopferung.  LICHTBLICK
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Berta S. pflegt ihren dementen Mann seit Jahren voller Aufopferung.

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„Jetzt ist alles perfekt“

  • Nina Praun
    vonNina Praun
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Berta S., 65, hatte es nicht immer leicht im Leben. Sie hat hart gearbeitet und zwei Kinder großgezogen. Dann dann starb der Enkel mit nur 13 Jahren – und ihr Mann wurde dement. Dennoch: Berta S. verzweifelt nicht – auch dank des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe.

Berta S. ist es gewöhnt, sich aufopferungsvoll um ihre Lieben zu kümmern. Ihr Mann war Landwirt, musste aber mit Aushilfs-Jobs vorliebnehmen – so ging Berta S. nebenher putzen. Im Hauptberuf zog sie zwei Kinder groß. Eines ist geistig behindert, doch Berta S. hat es zur Selbstständigkeit erzogen – es wohnt heute nicht mehr daheim, sondern mit einer Betreuerin zusammen. Das andere Kind, eine Tochter, wurde Altenpflegerin und bekam einen Sohn – den über alles geliebten Enkel. „Am Wochenende war er immer bei uns“, erzählt Berta S. „Wir haben alles zusammen gemacht.“ Doch dann starb das Kind plötzlich, mit nur 13 Jahren, an einem Herztod. „Das hat meinen Mann so sehr mitgenommen“. Seitdem ging es mit ihm bergab.

Berta S. pflegt ihren schwer kranken Mann

Der Mann ist schwer krank, leidet an Demenz und Osteoporose. Berta S. pflegt ihn. Sie hilft ihm aus dem Bett, wechselt seine Windeln, schaut, dass er isst und schläft, und passt vor allen Dingen auf, dass er nicht einfach verschwindet. „Er ist leider Weglauf-gefährdet“, erzählt sie. Berta S. weiß: Alleine lassen kann sie ihren Mann kaum. „Er ist wie ein kleines Kind.“ Sie leben immer noch in der Wohnung, in der sie fast ihr ganzes Leben miteinander verbracht haben; das hilft ein wenig. Leider liegt die Wohnung aber etwas ab vom Schuss; zur nächsten Bushaltestelle ist es etwa ein Kilometer Fußweg. Das ist weit, wenn man den Rollstuhl des Mannes schieben muss. Ein Umzug kommt dennoch nicht infrage. „Er ist hier groß geworden“, sagt Berta S. „Man kann ihn nicht einfach so verpflanzen. Das würde er nicht verkraften.“

Beide haben sehr wenig Rente. Früher konnte ihr Mann noch Flaschen sammeln gehen, heute ist er nur zu Hause – und Berta S. muss bei ihm bleiben. Die Tochter hilft, wo sie nur kann; doch sie muss selbst hart arbeiten, um über die Runden zu kommen. Ein Glück, dass das Ehepaar den Verein Lichtblick Seniorenhilfe gefunden hat. Der hilft, wenn es hart auf hart kommt.

Etwa als das Ehebett dem Pflegebett des Mannes weichen musste, und Berta S. auf zwei aufeinandergestapelten Matratzen schlief. Durch den Verein fand sich ein Spender, der ein massives Holzbett bezahlte. Eine echte Erleichterung für die bescheidene Frau. „Jetzt ist alles perfekt“, sagt sie dankbar. Und alle zukünftigen Hürden wird das Paar auch meistern. „40 Jahre Ehe haben uns einfach zusammengeschweißt.“

Schenken Sie Würde

Unterstützen Sie bitte die gemeinsame Aktion des Münchner Merkur und der Sparda-Bank München zugunsten des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe – mit einer einmaligen Spende oder einer Patenschaft (monatlich 35 Euro).

Überweisungen bitte auf das Konto des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe (Schweigerstraße 15, 81541 München) bei der Sparda-Bank München; das Kennwort lautet „Aktion 2020“.

IBAN: DE30 7009 0500 0004 9010 10

BIC: GENODEF1S04

(Für eine Spendenquittung geben Sie bitte Ihre Anschrift an.)

Oder spenden Sie online: www.seniorenhilfe-lichtblick.de

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