Astrid L. hat eine schwere Vergangenheit hinter sich – und bleibt trotzdem tapfer.
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Astrid L. hat eine schwere Vergangenheit hinter sich – und bleibt trotzdem tapfer.

Spendenaktion: Im Advent unterstützen wir bedürftige Rentner – Helfen auch Sie mit!

„Mein erster Lichtblick im Leben“

Sie hat dunkle Jahre hinter sich: in einer Ehe voller Missbrauch. Doch nun ist sie endlich allein – und glücklich. Astrid L., 70, hat ihren Frieden gefunden, denn sie kann nun als Rentnerin eigenständig leben. Auch dank des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe.

Es war eine furchtbare Zeit damals. Astrid L. war jahrelang mit einem Mann verheiratet, der sie terrorisierte. „Ich war ihm hörig“, gesteht die 70-Jährige heute. „Es war unvorstellbar. Ich hatte so ein graues, schwarzes Leben.“ Drei Kinder hat sie mit ihm bekommen und großgezogen, auch sie litten unter dem Vater – zwei von ihnen sind immer noch schwer traumatisiert. Erst als die Kinder erwachsen waren, konnte sich L. trennen. „Er hat mich damals rausgeschmissen“, erzählt sie. Was für ein Glück, denn diese Chance ergriff sie sofort.

Hals über Kopf verließ sie ihren damaligen Wohnort und fuhr nach München, in ihre einstige Heimat. Ohne jegliches Gepäck: ohne Schuhe, ohne Kleidung, ohne Möbel. „Mit nichts.“ In ihrem Geldbeutel steckten gerade mal 100 Euro.

Astrid L. schlug sich tapfer durch in ihrer neuen alten Heimat

Doch sie schlug sich tapfer durch in der neuen alten Heimat, suchte sich eine Wohnung und einen Job. Bald fand sie als gelernte Hauswirtschafterin eine Stelle bei einer wohlhabenden Familie. Doch wieder tappte sie dabei in eine Falle: Nun wurde sie von der herrischen Dame des Hauses tyrannisiert. „Sie war sagenhaft reich, aber unglaublich geizig“, erzählt die Seniorin. „Sie hat mir immer mehr Arbeit aufgehalst, weil ich einfach nicht ,Nein‘ sagen kann.“ Astrid L. versuchte also wieder, durchzuhalten, tapfer zu sein. „Das war eine schlimme Zeit“, erzählt sie. „Ich habe mich einfach nicht getraut, zu gehen.“ Wieder einmal. Doch dieses Mal hatte ihr Körper irgendwann genug. Er begann, komplett zu streiken. „Ich bin immer wieder einfach umgefallen und war dann wie gelähmt.“ Die Diagnose lautete Burn-out. Astrid L. kam in die Klinik, immer wieder. Irgendwann war klar: Sie wird nie mehr arbeiten dürfen.

„Seit 18 Jahren bin ich nun allein“, erzählt sie. „Und ich bin vollkommen glücklich.“ Sie lebt nun in betreutem Einzelwohnen, bekommt zu ihrer geringen Rente Grundsicherung im Alter, wird vom sozial-psychiatrischen Dienst betreut – und hat über diesen Dienst zum Verein Lichtblick Seniorenhilfe gefunden. „Dafür bin ich so dankbar“, sagt sie. „Das war mein erster Lichtblick im Leben.“ Ihren Lebensmut hat Astrid L. dennoch nie verloren. „Ich habe eine sehr positive Einstellung, ich bin lustig und offen.“

„Es ist unfassbar, was ich durch Lichtblick alles bekommen habe“, sagt sie. Konkret: „Ich bekomme jeden Monat 35 Euro, als meine Zähne gemacht wurden, haben sie geholfen und als der Fernseher kaputt war, bekam ich einen neuen. Wahnsinn!“ Außerdem finanziert ihr der Verein einen Chi-Gong-Kurs. „Der ist ganz wichtig in meinem Leben“, sagt die Seniorin ernst, denn er gibt ihr die innere Entspannung, die sie so lange gesucht hat.

Schenken Sie Würde

Unterstützen Sie bitte die gemeinsame Aktion des Münchner Merkur und der Sparda-Bank München zugunsten des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe – mit einer einmaligen Spende oder einer Patenschaft (monatlich 35 Euro).

Überweisungen bitte auf das Konto des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe (Schweigerstraße 15, 81541 München) bei der Sparda-Bank München; das Kennwort lautet „Aktion 2020“.

IBAN: DE30 7009 0500 0004 9010 10

BIC: GENODEF1S04

(Für eine Spendenquittung geben Sie bitte Ihre Anschrift an.)

Oder spenden Sie online: www.seniorenhilfe-lichtblick.de

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