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Durch einen Einbruch hat Ursula Krämer* ihr gesamtes Hab und Gut verloren.

Im Advent unterstützen wir bedürftige Rentner – Helfen auch Sie mit!

„Ich habe einen Schock, der anhält“

Ursula Krämer*, 73, hat stets hart gearbeitet: als OP-Schwester. Doch dann erkrankt sie an Diabetes und wird Frührentnerin. Heute lebt sie in Armut – und in ständiger Angst vor Einbrechern, die einst ihr Zuhause verwüstet hatten.

An einem Abend kurz vor Weihnachten ändert sich das Leben von Ursula Krämer auf einen Schlag. Als sie nach Hause kommt, ist ihre Zwei-Zimmer-Wohnung verwüstet. Ihr Fernseher ist demoliert, Wohnungstür, Heizkörper und Küchenschränke sind kaputt, die Matratze aufgeschlitzt und ihre Klamotten liegen verstreut und mit Ketchup beschmiert auf dem Fußboden. In der Küche haben sich die Einbrecher über die Lebensmittel hergemacht, die Ursula Krämer für das Weihnachtsfest eingekauft hatte. Doch das Schlimmste: alle Wertgegenstände sind weg – den Schmuck ihrer Mutter wird sie nie mehr wiedersehen.

Jahre nach dem Einbruch leidet die 73-Jährige immer noch

Die Kriminalpolizei schätzt den Schaden später auf 65 000 Euro. Heute, sieben Jahre nach dem Einbruch, leidet die 73-Jährige immer noch unter dem Erlebten. „Ich habe einen Schock, der immer noch anhält“, erzählt sie. Nach Einbruch der Dämmerung lasse sie ihre Wohnung nicht mehr alleine – und wenn sie tagsüber das Haus verlasse, prüfe sie mehrmals, ob sie die Tür auch wirklich abgeschlossen hat. „Dabei war ich nie eine ängstliche Person“, sagt die Rentnerin. 42 Jahre lang hat sie als OP-Schwester gearbeitet. „Nachts alleine vier OP-Säle zu überwachen, damit hatte ich nie ein Problem.“

Auch sonst sei sie eine taffe Frau gewesen. Über Jahre hinweg habe sie Doppelschichten geschoben. Als ihre Mutter erblindete und auf Betreuung angewiesen war, pflegte Krämer sie vor und nach der Arbeit. „Ich wollte sie auf keinen Fall ins Altersheim geben. Ich habe immer gedacht, ich schaff’ das, ich schaff’ das, ich schaff’ das.“ Bis zu ihrem 60. gelingt das auch. Doch dann, als sich Ursula Krämer eines Tages auf Station an den Pausentisch setzen will, merkt sie plötzlich: Irgendwas stimmt nicht. Kurz darauf kommt sie auf die Intensivstation. Ein Zuckerschock, ausgelöst durch eine Diabeteserkrankung.

Bald darauf wird Krämer arbeitsunfähig, muss in Frührente – und seither von zwei Euro pro Tag leben, nach Abzug aller Fixkosten. Um ihr spärliches Einkommen aufzustocken, sammelt sie Pfandflaschen, außerdem hilft ihr Lichtblick Seniorenhilfe. Der Verein ist es auch, der sie in der schweren Zeit nach dem Einbruch unterstützt. Denn auf den emotionalen Schock folgt ein finanzieller: Ursula Krämers Hausratsversicherung weigert sich, die Kosten des Einbruchs zu erstatten – findet für jeden Schaden ein fadenscheiniges Argument, um nicht zahlen zu müssen.

Die Mitarbeiter des Vereins geben der Rentnerin neben finanzieller Hilfe auch seelischen Halt. „Ohne Lichtblick würde ich nicht über die Runden kommen“, sagt sie leise. 

*Name geändert

EMILY WILKE

Schenken auch Sie ein bisschen Würde, liebe Leserinnen und Leser!

Eine warme Mahlzeit pro Tag, etwas weniger Sorgen am Monatsende, ein erhobener Kopf im Supermarkt: Schon mit 35 Euro im Monat spenden Sie echte Lichtblicke für Rentner in Not. Unter dem Motto „Oberbayern gegen Altersarmut“ suchen der Münchner Merkur und die Sparda-Bank München Paten für bedürftige Senioren.

Eine Patenschaft kostet nur 35 Euro im Monat. Über die Laufzeit entscheiden die Spender. „2003 waren wir der erste Verein in Deutschland, der sich finanziell für bedürftige Rentner eingesetzt hat – und das tun wir bis heute“, sagt Vereinschefin Lydia Staltner. „Allein in den vergangenen drei Jahren haben wir rund rund 8400 Rentnern in Oberbayern geholfen. Nur, wenn wir alle zusammen helfen, können wir Altersarmut bekämpfen.“

Schenken auch Sie ein bisschen Würde, liebe Leserinnen und Leser: als Pate oder mit einer einmaligen Spende! Überweisungen bitte aufs Konto des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe (Schweigerstraße 15, 81541 München) bei der

Sparda-Bank München

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(Für eine Spendenquittung geben Sie bitte Ihre Anschrift an.)

Oder spenden Sie online: www.seniorenhilfe-lichtblick.de/spendenformular-patenschaft/ Als gemeinnütziger Verein leitet dieser stets die Summe an die bedürftigen Senioren weiter. Weitere Informationen finden Sie unter www.seniorenhilfe-lichtblick.de.

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