+
Das Schlimmste für Agnes Ebert* ist der Verlust ihrer sozialen Kontakte.

Im Advent unterstützen wir bedürftige Rentner – Helfen auch Sie mit!

Spendenaktion: „Das Wort Würde geht oft verloren“

Agnes Ebert*, 70, lebt in Altersarmut. Dass sie an allem sparen muss, damit kommt sie klar. Was ihr aber fehlt, ist, am sozialen Leben teilzuhaben. Unsere Weihnachtsgeschichte über ein Frauenschicksal.

Das Schlimmste an ihrer schmalen Rente sei der Verlust sozialer Kontakte, sagt Agnes Ebert. Früher sei sie oft mit Freunden in den Biergarten oder zum Kegeln gegangen. Doch seit die 70-Jährige nicht mehr arbeitet, fehle ihr dafür das Geld. „Meine Freunde stehen finanziell besser da. Ich aber kann es mir nicht leisten, mit ihnen ins Café zum Kuchen essen zu gehen“. Selbst Freunde zu sich nach Hause einzuladen sei schwierig, schließlich möchte sie ihnen auch etwas anbieten können. „Am meisten wünsche ich mir, dass ich jemanden hätte, der einfach mit mir und meinem Hund spazieren geht.“ Ein Spaziergang kostet nichts.

Agnes Ebert will keine Bittstellerin sein

So wie Agnes Ebert geht es vielen Menschen, die mit einer geringen Rente auskommen müssen – laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist Altersarmut einer der Hauptfaktoren, die Einsamkeit im Alter bedingen. Natürlich bieten Agnes Eberts Freunde ihr an, sie mal einzuladen. Doch sie will keine Bittstellerin sein. Während ihrer Kindheit und Jugend sei sie oft auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen gewesen, erzählt sie – eine Erfahrung, die sie als Rentnerin nicht wieder machen will.

Agnes Ebert wuchs in einem Kinderheim auf. Von ihren Mitschülern sei sie deswegen oft bemitleidetet worden. Dabei habe es ihr im Kinderheim besser gefallen als bei der eigenen Mutter: Hier habe sie ein sauberes Bett gehabt und regelmäßige Mahlzeiten. „Ich habe gedacht, ich sei im Himmel“, sagt sie.

Trotzdem habe sie sich immer wie ein Mensch zweiter Klasse gefühlt, wenn sie kein Pausenbrot dabei hatte und eins von ihrem Lehrer oder von Klassenkameraden bekam. Viel Geld habe sie zwar später als Berufstätige auch nicht verdient, doch damals sei sie körperlich noch fit genug gewesen, um sich mit Putzen ein Zubrot zu verdienen. Seit sie Bluthochdruck hat und am Rollator gehen muss, geht das nicht mehr.

Um Geld zu sparen, sei sie eine Zeit lang zur Tafel gegangen, doch da habe sie wieder dieses schlechte Gewissen bekommen. „Du musst nehmen, was dir aufgetan wird – und darüber glücklich sein“, sagt sie. Und: „Das Wort Würde geht dabei oft verloren.“

Anders sei es für sie beim Verein Lichtblick Seniorenhilfe. Hier bekomme sie nicht das Gefühl vermittelt, sie stehe in der Schuld anderer – müsse etwas zurückgeben, was sie schlichtweg auch nicht könne. Besonders gern geht sie zur Weihnachtsfeier im Hofbräukeller, die der Verein für die Bedürftigen organisiert. „Das liebe ich total!“, erzählt sie. „Die festliche Atmosphäre mit den Lichterketten erinnert mich daran, wie wir früher im Kinderheim Weihnachten gefeiert haben.“

*Name geändert

EMILY WILKE

Schenken auch Sie ein bisschen Würde, liebe Leserinnen und Leser!

Eine warme Mahlzeit pro Tag, etwas weniger Sorgen am Monatsende, ein erhobener Kopf im Supermarkt: Schon mit 35 Euro im Monat spenden Sie echte Lichtblicke für Rentner in Not. Unter dem Motto „Oberbayern gegen Altersarmut“ suchen der Münchner Merkur und die Sparda-Bank München Paten für bedürftige Senioren.

Eine Patenschaft kostet nur 35 Euro im Monat. Über die Laufzeit entscheiden die Spender. „2003 waren wir der erste Verein in Deutschland, der sich finanziell für bedürftige Rentner eingesetzt hat – und das tun wir bis heute“, sagt Vereinschefin Lydia Staltner. „Allein in den vergangenen drei Jahren haben wir rund rund 8400 Rentnern in Oberbayern geholfen. Nur, wenn wir alle zusammen helfen, können wir Altersarmut bekämpfen.“

Schenken auch Sie ein bisschen Würde, liebe Leserinnen und Leser: als Pate oder mit einer einmaligen Spende! Überweisungen bitte aufs Konto des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe (Schweigerstraße 15, 81541 München) bei der

Sparda-Bank München

IBAN: DE30 7009 0500 0004 9010 10

BIC: GENODEF1S04

(Für eine Spendenquittung geben Sie bitte Ihre Anschrift an.)

Oder spenden Sie online: www.seniorenhilfe-lichtblick.de/spendenformular-patenschaft/ Als gemeinnütziger Verein leitet dieser stets die Summe an die bedürftigen Senioren weiter. Weitere Informationen finden Sie unter www.seniorenhilfe-lichtblick.de.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Wir werden sterben!“ Bachelor-Kandidatin brettert mit 195 km/h durch München
Beim Bachelor (RTL) ist sie seit Kurzem nicht mehr dabei, auf den Straßen Münchens schon noch - das zeigt ein Instagram-Post. 
„Wir werden sterben!“ Bachelor-Kandidatin brettert mit 195 km/h durch München
Münchner von Lkw erfasst: Mann stirbt nach Unfall vor dem Grünwalder Stadion - Polizei nennt Details
Im Bereich der Tegernseer Landstraße und der Candidstraße kam es zu einem schlimmen Unfall. Dabei wurde ein Fußgänger von einem Lkw überfahren.
Münchner von Lkw erfasst: Mann stirbt nach Unfall vor dem Grünwalder Stadion - Polizei nennt Details
Bei TV-Interview: Siko-Demonstrant erwischt Polizeisprecher da Gloria Martins eiskalt
Die 56. Sicherheitskonferenz findet noch bis Sonntag, 16. Februar, in der bayerischen Landeshauptstadt statt. Der bekannte Münchner Polizeisprecher da Gloria Martins …
Bei TV-Interview: Siko-Demonstrant erwischt Polizeisprecher da Gloria Martins eiskalt
Listenplatz 80 bei der Kommunalwahl in München: So fühlen sich die „Schlusslichter“ 
Ist man bei der Stadtratswahl München auf einem hinteren Listenplatz chancenlos? Wir haben Kandidaten gefragt - mit überraschendem Ergebnis.
Listenplatz 80 bei der Kommunalwahl in München: So fühlen sich die „Schlusslichter“ 

Kommentare