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Blick in eine ungewisse Zukunft: Agnes Berg muss jeden Euro umdrehen.

Im Advent unterstützen wir bedürftige Rentner

Spendenaktion: Sparen für die Enkel

Agnes Berg*, 78, hat nur eine schmale Rente – weil sie die Hälfte ihres Geldes an ihren Ex-Mann abgeben muss. Dennoch versucht sie, von dem wenigen Geld noch etwas zu sparen: um ihren Enkeln eine Freude machen zu können.

Jahrzehntelang hat Agnes Berg, 78, im Hotelfach gearbeitet. Damit sie am Ende eine anständige Rente bekommt. Doch nun ist alles anders. Denn Agnes Berg muss ihrem Ex-Mann die Hälfte des Ruhestandgeldes abgeben. Und damit bleibt für sie nur noch eines: die Altersarmut.

Agnes Bergs Mann war lange Zeit selbstständig – und wollte Geld sparen, indem er nicht in die Rentenversicherung einzahlte. „Es ist der Fehler, den so viele Selbstständige machen“, sagt die 78-Jährige. Am Anfang der Karriere würden viele denken, dass sie noch jung seien und nicht vorsorgen müssten. Und am Ende verkalkulierten sie sich.

Für Agnes Berg ist es nun schwer, mit ihrer kleinen Rente über die Runden zu kommen. „Es gibt Dinge, bei denen kann ich einfach nicht sparen“, erzählt sie – zum Beispiel an Schuhen. Denn Agnes Berg hat mehrere Fußoperationen hinter sich und ist heute auf Schuhe angewiesen, in die ihre Spezialeinlagen passen. „Ich kann also nicht in einen Billigladen gehen und die günstigsten Schuhe kaufen“, sagt sie. Ohne die Unterstützung des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe wüsste sie überhaupt nicht mehr weiter – zumal sie sogar am Essen spart. Fleisch etwa, das gönne sie sich nur sehr, sehr selten.

Wenn ihr doch mal im Monat ein, zwei Euro übrig bleiben, steckt sie die Münzen in einen Hut aus Keramik. „Das ist mein Sparstrumpf“, erzählt sie. „Ich habe Kinder und Enkel – und als liebende Oma möchte ich ihnen etwas Gutes tun, hin und wieder zumindest.“ Es würde ihr das Herz brechen, wenn sie zum Beispiel ihren Enkeln nicht das kochen könnte, was die sich wünschten.

Für solche Fälle zieht Agnes Berg dann gern den einen oder anderen Euro aus ihrem „Sparstrumpf“ und geht einkaufen. Dank des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe kommt sie auch ein bisschen raus, etwa zu einem gemeinsamen Seniorenausflug ins Theater. „Ich bin einfach glücklich unter netten Menschen zu sein und etwas zu erleben, was ich mir allein nie leisten könnte“, sagt sie. „Die Menschen von diesem Verein machen mich sehr glücklich.“

*Name geändert

EMILY WILKE

Schenken auch Sie ein bisschen Würde, liebe Leserinnen und Leser!

Eine warme Mahlzeit pro Tag, etwas weniger Sorgen am Monatsende, ein erhobener Kopf im Supermarkt: Schon mit 35 Euro im Monat spenden Sie echte Lichtblicke für Rentner in Not. Unter dem Motto „Oberbayern gegen Altersarmut“ suchen der Münchner Merkur und die Sparda-Bank München Paten für bedürftige Senioren.

Eine Patenschaft kostet nur 35 Euro im Monat. Über die Laufzeit entscheiden die Spender. „2003 waren wir der erste Verein in Deutschland, der sich finanziell für bedürftige Rentner eingesetzt hat – und das tun wir bis heute“, sagt Vereinschefin Lydia Staltner. „Allein in den vergangenen drei Jahren haben wir rund rund 8400 Rentnern in Oberbayern geholfen. Nur, wenn wir alle zusammen helfen, können wir Altersarmut bekämpfen.“

Schenken auch Sie ein bisschen Würde, liebe Leserinnen und Leser: als Pate oder mit einer einmaligen Spende! Überweisungen bitte aufs Konto des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe (Schweigerstraße 15, 81541 München) bei der

Sparda-Bank München

IBAN: DE30 7009 0500 0004 9010 10

BIC: GENODEF1S04

(Für eine Spendenquittung geben Sie bitte Ihre Anschrift an.)

Oder spenden Sie online: www.seniorenhilfe-lichtblick.de/spendenformular-patenschaft/ Als gemeinnütziger Verein leitet dieser stets die Summe an die bedürftigen Senioren weiter. Weitere Informationen finden Sie unter www.seniorenhilfe-lichtblick.de.

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