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In finanziellen Nöten: Anna Sauber im Büro des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe.

Unsere Spendenaktion: Im Advent unterstützen wir bedürftige Rentner – Helfen auch Sie mit!

Wenn selbst der Tod zu teuer wird

Um mit ihrer knappen Rente über die Runden zu kommen,spart Anna Sauber*(75), wo sie nur kann. Doch als dann die Erhaltung des Familiengrabes zu teuer wird, ist sie am Boden zerstört.

Um mit ihrer knappen Rente über die Runden zu kommen,spart Anna Sauber*(75), wo sie nur kann. Doch als dann die Erhaltung des Familiengrabes zu teuer wird, ist sie am Boden zerstört.

Dank des Vereins „Lichtblick Seniorenhilfe“ wird das Grab nicht aufgelöst. „Jetzt ist auch noch das Grab weg!“Das, so erzählt Anna Sauber, sei ihr erster Gedanke gewesen, als sie einen Brief von der Verwaltung des Münchner Nordfriedhofs bekam. Darin stand, dass demnächst das Nutzungsrecht für das Familiengrab ablaufe, in dem ihre Eltern und ihr großer Bruder beerdigt sind. Eine Verlängerung koste 175 Euro – Geld, dass die ältere Dame mit ihrer schmalen Rente einfach nicht hat.

75-Jährige ist auf die sogenannte Grundsicherung angewiesen 

Obwohl sie viele Jahre als Büroangestellte gearbeitet hat,ist sie heute auf sogenannte Grundsicherung im Alter angewiesen. „Man fühlt sich elendig, wenn man merkt, dass man sich gar nichts mehr leisten kann“, sagt sie leise. Und jetzt auch noch die Sache mit dem Grab. Dieses sei doch ein wichtiger Bezug zu ihrer Familie! Aber nicht nur das: Anna Sauber fühlt sich auch verpflichtet, für die Ruhestätte zu sorgen – immerhin hatte sie zeitlebens ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern und dem 16 Jahre älteren Bruder; sie habe ihn sogar lange Zeit gepflegt, damals, nachdem er einen Schlaganfall erlitten hatte. Nebenbei musste sie auch ihre zwei Töchter versorgen. Alles nicht so einfach. 

Anna Sauber will die Grabstätte retten und wendet sich in ihrer Not an den Verein Lichtblick Seniorenhilfe. Das sei ihr sehr unangenehm gewesen,erzählt sie: „Ich bin halt so ein Mensch, der sich dann schämt.“ Der Verein bietet der Rentnerin an, die Friedhofskosten zu übernehmen – das Grab muss nicht aufgelöst werden. Für die ältere Dame ist das „ein Happy End“, wie sagt. Etwas, worauf sie nicht mehr zu hoffen wagte. Wie schon all die Jahre zuvor, geht Anna Sauber heute regelmäßig an das Grab ihrer Angehörigen, stets mit schönen Blumen. Weil sie sich nicht jede Woche frische Schnittblumen leisten kann, pflanzt sie Eisbegonien und Nachtschatten. Die gebe es auch günstig beim Discounter, erzählt sie. Dort entscheidet sie sich stets für Sonderangebote. Mehr kann sie sich nicht leisten von ihrer schmalen Rente. Denn sonst würde es am Ende nicht mehr für die notwendigsten Lebensmittel reichen. 

*Name geändert

EMILY WILKE

Schenken auch Sie ein bisschen Würde, liebe Leserinnen und Leser!

Eine warme Mahlzeit pro Tag, etwas weniger Sorgen am Monatsende, ein erhobener Kopf im Supermarkt: Schon mit 35 Euro im Monat spenden Sie echte Lichtblicke für Rentner in Not. Unter dem Motto „Oberbayern gegen Altersarmut“ suchen der Münchner Merkur und die Sparda-Bank München Paten für bedürftige Senioren.

Eine Patenschaft kostet nur 35 Euro im Monat. Über die Laufzeit entscheiden die Spender. „2003 waren wir der erste Verein in Deutschland, der sich finanziell für bedürftige Rentner eingesetzt hat – und das tun wir bis heute“, sagt Vereinschefin Lydia Staltner. „Allein in den vergangenen drei Jahren haben wir rund rund 8400 Rentnern in Oberbayern geholfen. Nur, wenn wir alle zusammen helfen, können wir Altersarmut bekämpfen.“

Schenken auch Sie ein bisschen Würde, liebe Leserinnen und Leser: als Pate oder mit einer einmaligen Spende! Überweisungen bitte aufs Konto des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe (Schweigerstraße 15, 81541 München) bei der

Sparda-Bank München

IBAN: DE30 7009 0500 0004 9010 10

BIC: GENODEF1S04

(Für eine Spendenquittung geben Sie bitte Ihre Anschrift an.)

Oder spenden Sie online: www.seniorenhilfe-lichtblick.de/spendenformular-patenschaft/ Als gemeinnütziger Verein leitet dieser stets die Summe an die bedürftigen Senioren weiter. Weitere Informationen finden Sie unter www.seniorenhilfe-lichtblick.de.

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