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Mit orangefarbenen Lastern holen die AWM-Mitarbiter den Sperrmüll ab.

Service des Abfallwirtschaftsbetriebs München

Sperrmüll-Abholdienst bleibt erhalten

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München - Mitte des Jahres dachte der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) noch darüber nach, den Sperrmüll-Abholdienst einzustellen. Doch jetzt gibt es gute Nachrichten.

Im Keller: Ein alter Schrank, eine Matratze, ein Lattenrost – alles reif für den Sperrmüll. Doch viele Münchner besitzen kein eigenes Auto, um die Möbel zum Wertstoffhof zu fahren. Sie sind froh, den Abholdienst des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) in Anspruch nehmen zu können, der den Tand gegen Gebühr mitnimmt. Mitte des Jahres dachte man beim AWM jedoch laut darüber nach, die Dienstleistung zum Jahresende einzustellen, weil sie „ein Verlustgeschäft“ ist, wie Sprecherin Evi Thiermann sagt.

Doch die Bürger, die davon gehört hatten, beschwerten sich, und auch der Stadtrat schaltete sich ein – nun bleibt der Sperrmüll-Abholdienst „bis auf Weiteres“ erhalten, wie Thiermann auf Nachfrage erklärt. „Wir versuchen jetzt die Prozesse zu optimieren, um die Kosten zu senken.“

Der Service kommt bei den Münchnern gut an. Merkur-Leser Nikolaus Baumann hat ihn nach eigenen Angaben schon oft genutzt, etwa wenn er die Wohnungen Angehöriger auflösen musste. Er lobt die AWM-Mitarbeiter, die den vereinbarten Termin exakt eingehalten hätten und „hervorragend und schnell“ arbeiteten, „sodass auch die Kosten im Rahmen blieben“. Doch genau jenes schnelle Arbeiten ist offenbar eines der Probleme, warum sich der Service nicht trägt. Baumann sagt: „Angeblich würden die Mitarbeiter zu schnell arbeiten, so dass meistens keine weiteren Kosten für den Kunden anfallen.“

Die AWM berechnen für die erste angefangene Viertelstunde Ladezeit (inklusive Transport und Entsorgung) 40 Euro, für jede weiter Viertelstunde werden 27 Euro fällig. Sollen die Mitarbeiter an einem konkreten Tag, zu einer bestimmten Uhrzeit kommen, belaufen sich die Kosten auf 95 Euro für die erste Viertelstunde und 40 Euro für jede weitere. Offenbar nicht genug. „Der Abholdienst ist nicht kostendeckend“, sagt AWM-Sprecherin Thiermann. Eine genaue Zahl, wie hoch das Verlustgeschäft ist, will sie nicht nennen.

Die Dienstleistung betrifft einen nicht unerheblichen Teil des Betriebs: 1500 Tonnen Sperrmüll holen die AWM-Mitarbeiter jedes Jahr ab. Zum Vergleich: 15 000 Tonnen Sperrmüll fahren die Münchner selbst auf die städtischen Wertstoffhöfe.

Zusammen mit dem Stadtrat will der AWM nun an einem neuen Konzept arbeiten, um den Münchnern den Service auch weiterhin anbieten zu können.

Der Sperrmüll-Abholdienst des AWM ist erreichbar unter der Telefonnummer 089/23396200.

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