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Martin Wiese.

Pikante Angelegenheit für Pegida München

„Spiegel“: Münchner Pegida-Chef hielt Kontakt zu Wiese

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München - Es gibt neue Vorwürfe gegen einen der führenden Köpfe des Münchner Ablegers der islamfeindlichen Bewegung Pegida.

Der Vorstand von Pegida München, gegen den wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittelt wird, hatte offenbar Kontakt zum verurteilten Rechtsterroristen Martin Wiese. Das berichtet der „Spiegel“. Der Münchner Merkur hatte letzte Woche aufgedeckt, dass der Generalbundesanwalt bereits seit 2012 gegen den Mann ermitteln lässt.

Für Pegida München ist das eine pikante Angelegenheit. In der Vergangenheit hat man sich stets bemüht, sich öffentlich von Rechtsradikalen und gewaltbereiten Personen zu distanzieren. Beobachter der Szene hatten aber immer wieder gewarnt, offenbar sei man bei Pegida München offen für Rechtsaußen.

Zum Beispiel für Leute wie Martin Wiese. Der ist einer der bekanntesten Münchner Neonazis, ein verurteilter Rechtsterrorist. Nach dem in letzter Minute vereitelten Anschlag auf das Jüdische Zentrum im Jahr 2003 wurde Wiese festgenommen und mit insgesamt acht weiteren Mitgliedern des Führungskreises der „Kameradschaft Süd“ wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Planung eines Sprengstoffanschlags angeklagt und zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Die „Kameradschaft Süd“, deren Chef Wiese war, wurde verboten. Bayerns Innenminister Beckstein sprach damals von einer „Braunen Armee Fraktion“. Pegida demonstriert auch am heutigen Montag wieder am Odeonsplatz.

Felix Müller, Klaus Vick

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