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Larissa M. - die Frau, über die Georg Schlagbauer stolperte.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Schlagbauer: Ex-Geliebte gerät ins Visier!

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München - Wegen einer Affäre mit einer Prostituierten ist Georg Schlagbauer im Juni von seinen Ämtern zurückgetreten. Nun geht es wohl auch seiner Ex-Geliebten an den Kragen.

Sie ist die Frau, über die Ex-Stadtrat und Ex-Handwerkskammer-Chef Georg Schlagbauer (44, CSU) stolperte: Larissa M. (29, Name geändert) arbeitet als Prostituierte im Club Extasia in Trudering. Schlagbauer soll 14.700 Euro für ihre Dienste nicht bezahlt haben. Der Fall flog auf - und jetzt gerät auch sie ins Visier der Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf: Erpressung!

Bis zum Frühjahr dieses Jahres soll Schlagbauer die Rumänin über fünf Jahre hinweg regelmäßig besucht haben. Dabei soll er in dem Truderinger Etablissement auch regelmäßig Kokain konsumiert haben.

Zwischen dem Clubbetreiber und Larissa M. auf der einen Seite und Schlagbauer auf der anderen gab es dann offenbar Meinungsverschiedenheiten über die Forderungen, die man im Extasia erhob. Noch bevor die pikante Angelegenheit an die Medien gegeben wurde, zog Schlagbauer die Notbremse und zeigte sich selbst wegen des Drogenkonsums an.

Rücktritt sorgt für Schock bei CSU

Am 9. Juni erklärte er seinen Rücktritt von allen Ämtern. Ein Schock für die Rathaus-CSU, für die er seit 2008 im Stadtrat saß, sowie für die Handwerkskammer München und Oberbayern, der er seit 2014 als Präsident vorstand. Er war auch Landesinnungsmeister und Vize-Bundesinnungsmeister der Fleischer sowie Wiesn-Stadtrat.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Juni gegen Schlagbauer wegen Drogenkonsums. Ob es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, ist unklar. Das Verfahren könnte auch gegen eine Geldauflage einstellt werden - schließlich hatte Schlagbauer kein Kokain in Besitz und sich selbst angezeigt.

Doch die Polizei ermittelte auch von Anfang an gegen Larissa M. Bei einer Hausdurchsuchung fand man bei ihr zwar keine Drogen. Dafür steht der Vorwurf einer Erpressung im Raum. Die Ermittlungen der Polizei sind so weit gediehen, dass das Verfahren an die Staatsanwaltschaft abgegeben wurde. Sprecherin Judith Henkel bestätigt das. Die tz wollte von Larissa M. wissen, was sie zu den Vorwürfen sagt. Ihr Anwalt wollte aber keine Stellung dazu nehmen.

Er ist wieder zurück

Georg Schlagbauer.

Seit Juni war von Georg Schlagbauer in der Stadt nichts zu sehen. Nachdem er sich selbst bei der Polizei wegen Drogenkonums angezeigt hatte und von allem Ämtern zurückgetreten war, begab sich der Metzgermeister in eine Rehabilitationseinrichtung im Schwarzwald. Seine beiden Filialen in der Isarvorstadt und am Viktualienmarkt liefen mit Hilfe seines Personals weiter. Die Kunden hielten und halten ihm die Treue. Wer abends nach der Arbeit dort einkauft, muss meist anstehen.

Jetzt schaut Schlagbauer wieder selbst nach dem Rechten und packt mit an. Er sieht erholt aus, wirkt aufgeräumt. Alles ist, wie immer: Die Nachbarn grüßen im Vorübergehen. Georg Schlagbauer setzt auf Rindfleisch von Vertragsbauern, die Gras, Getreide oder Mais aus eigenem Anbau verfüttern und ohne Wachstumsbeschleuniger arbeiten. Das Schweinefleisch kommt aus artgerechter Tierhaltung aus dem von Umweltverbänden und vom Bundsesumweltministerium unterstützten Neuland-Zuchtprogramm. Diese Philosophie soll seinem Vater nicht gefallen haben. Der übergab die elterliche Metzgerei an Georg Schlagbauers Schwester.

Johannes Welte

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