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E-Auto an einer öffentlichen Station: Die Stadt München will jetzt vermehrt Lademöglichkeiten anbieten.

Mehr Ladestationen

Die Stadt gibt mehr Strom für E-Autos

München - Die öffentliche Ladestruktur für E-Autos wird ausgebaut – zwei Stationen sollen im Westend entstehen.

Rund 90 E-Ladestationen gibt es zurzeit in München. Diese Zahl soll bis 2017 mehr als verdoppelt werden. Die Stadt wird bis zu 3,3 Millionen Euro für den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur beisteuern. Zuständig für den Aufbau der insgesamt 100 neuen Stationen sind die Stadtwerke München. Laut Umsetzungsbeschluss des Referats für Stadtplanung und Bauordnung sollen in einer ersten Ausbaustufe 35 neue Ladestationen innerhalb des Mittleren Rings entstehen.

Zwei Standorte sind im Westend geplant: an der Ridlerstraße 55 und an der Ligsalzstraße 44. Bei der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses Schwanthalerhöhe (BA) wurden die Pläne von Roland Hösl vom Referat für Arbeit und Wirtschaft vorgestellt. Ziel ist eine Basisabdeckung dicht besiedelter Gebiete für Bewohner, die über keinen privaten Stellplatz verfügen. Es wird vier Ladepunkte pro Standort geben. Für jeden Ladepunkt entfällt ein öffentlicher Parkplatz. Um Ladestaus zu vermeiden wird die Parkdauer auf vier Stunden begrenzt – dies gilt allerdings nicht für Anwohner, die sollen ihre E-Autos ununterbrochen laden können.

Der Ausbau der öffentlichen Ladestruktur ist Teil eines umfassenden Beschlusses der Landeshauptstadt zur Förderung für Elektromobilität aus dem Jahr 2015. Die Zahl zugelassener Elektroautos ist in der gesamten Bundesrepublik immer noch verschwindend gering, München ist da keine Ausnahme: „Etwa 1500 E-Fahrzeuge gibt es im Stadtgebiet München“, antwortete Hösl auf die Frage, ob sich eine Ausweitung der Ladestationen überhaupt lohne.

Eine Übereinkunft zwischen der Stadt und BMW soll helfen, neue Dynamik in den Ausbau zu bringen: BMW verspricht für jede neue öffentliche E-Ladesäule, drei neue E-Fahrzeuge in seine DriveNow-Flotte aufzunehmen. Sollen die neuen Ladestationen also vor allem dem Car Sharing dienen? „Nein – die Stadt denkt beim Ausbau zu allererst an die Bürger“, verspricht Hösl. Aufladen können die Anwohner an ihren neuen Ladesäulen vielleicht schon Ende dieses Jahres – wenn alles gut läuft, sollen bis dahin die zwei Stationen im Westend stehen.

Sophia Bogner

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