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So stellen sich die städtischen Planer die Überdachung der Fahrradabstellanlage an der U-Bahn-Station Friedenheimer Straße vor.

Überdachungen für Stellplätze geplant

Für 1,1 Millionen Euro: Stadt erweitert Parkmöglichkeiten für Radler

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Die Stadt will die Abstellmöglichkeiten für Radler ausweiten. Dafür werden 1,1 Millionen Euro in die Hand genommen. Dennoch hagelt es Kritik von der Opposition.

München - Weil für Berufspendler Radfahren als Alternative zum Auto immer attraktiver wird, will die Stadt an zwölf U-Bahnstationen Abstellanlagen überdachen. Dazu hatte das Baureferat eine Studie in Auftrag gegeben. Der Bauausschuss beschäftigt sich in dieser Woche mit einer entsprechenden Vorlage. Für rund 1,1 Millionen Euro erhalten 866 Stellplätze ein Dach, 280 Abstellgelegenheiten werden neu geschaffen. In einer weiteren Studie sollen zusätzlich Standorte daraufhin untersucht werden, ob dort Dächer errichtet werden können.

Die Stadt möchte Radfahrer nicht im Regen stehen lassen. Erklärtes Ziel der Rathauspolitik von Schwarz-Rot ist es, den Radverkehr als Alternative zum Auto möglichst attraktiv zu gestalten und mehr Menschen zum Umstieg auf den Drahtesel zu bewegen - die Opposition freilich sieht das Vorgehen kritisch. Zuletzt hatte es gerade aus den Reihen der Grünen massiv Kritik gehagelt. Es werde zu wenig getan für den Radverkehr in der Stadt. CSU und SPD bestreiten das, schließlich investiere man jährlich zehn Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur.

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„Wetterschutz ist ein wichtiges Qualitätskriterium“

Ein Teil des Geldes soll nun offenbar in die Überdachung bestehender Abstellanlagen fließen. Denn auch die Parkmöglichkeiten für den Drahtesel betrachtet das Baureferat als verbesserungswürdig. „Bei Abstellanlagen, die vorwiegend einer Bike+Ride-Nutzung unterliegen, werden die Fahrräder in der Regel über einen längeren Zeitraum abgestellt“, heißt es in der Beschlussvorlage. „Gerade bei diesen Anlagen ist der Wetterschutz ein wichtiges Qualitätskriterium.“

Das Ergebnis der Studie: An vier Standorten kann die Stellplatzanzahl im Zuge der Überdachung erweitert werden, an der Station Basler Straße kann das Angebot durch die Errichtung von doppelseitigen Fahrradständern erhöht werden. An den Stationen Fürstenried West, Klinikum Großhadern und Quiddestraße wäre auch der Einsatz sogenannter Doppelstock-Anlagen möglich. Am Oberwiesenfeld und an der Basler Straße könnte zudem mit einer erhöhten Dachkonstruktion bei Bedarf mit Doppelstock-Fahrradparkern nachgerüstet werden.

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Stadtweit Ausbesserungen geplant

Insgesamt werden an der U-Bahn-Station Oberwiesenfeld 54 Plätze überdacht, an der Studentenstadt 42, am Böhmerwaldplatz 76. Zudem gibt es Dächer für 102 Plätze in der Messestadt West. An der Quiddestraße werden 111 überdacht, außerdem entstehen 64 neue. Der St.-Quirin-Platz erhält Wetterschutz für 48 Flächen, die Baseler Straße für 36, ferner entstehen dort 18 neue Stellflächen. In Fürstenried West werden 88 überdacht, es entstehen zudem 88 neue Plätze. An der Machtlfinger Straße gibt es ein Dach für 21, an der U-Bahnstation Thalkirchen für 36 und an der Friedenheimer Straße für 28 Abstellanlagen. Am Klinikum Großhadern sollen 224 Plätze überdacht werden und 110 neue entstehen.

An diesem Dienstag soll der Stadtrat das Baureferat beauftragen, die Detailplanung zu erarbeiten und diese sodann mit den jeweiligen Bezirksausschüssen abzustimmen und sukzessive umzusetzen.

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