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Geflüchtete Frauen und Mädchen brauchen besonderen Schutz.

Angebot aufgestockt

Stadt München will geflüchteten Frauen mehr Schutz bieten

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München - Geflüchtete Frauen und Mädchen sollen besser geschützt werden. Gestern hat der Stadtrat vorentschieden, die Zuschüsse um knapp eine halbe Million Euro aufzustocken.

Etwa ein Viertel der Flüchtlinge sind weiblich. Viele Frauen und Mädchen wurden auf der Flucht vergewaltigt, auch in ihren Heimatländern haben viele traumatische Erfahrungen mit Misshandlung oder Zwangsheirat gemacht. Auch in den Münchner Gemeinschaftsunterkünften leben viele Frauen mit Angst vor Übergriffen, etwa beim Gang zur Toilette oder wenn sich Zimmer nicht absperren lassen. Dabei achtet die Stadt in ihren Unterkünften darauf, dass Männer und Frauen auf getrennten Stockwerken untergebracht sind und an den Eingängen ein Sicherheitsdienst steht, so die Beschlussvorlage. „Besonders schützenswerte Bewohnerinnen“ können mit viel Glück umverlegt werden: An der Rosenheimer Straße gibt es ein Haus nur für Frauen, und an der Unsöldstraße hat der Verein Imma ein weiteres Wohnprojekt. Doch die Plätze sind sehr begrenzt. Die Stadt will prüfen, ob sich weitere Unterkünfte einrichten lassen.

Insbesondere einige Beratungsstellen erhalten mehr Geld. Die Einrichtungen Jadwiga und Solwodi etwa helfen Frauen, die Opfer von Gewalt oder Menschenhandel geworden sind. Die Einrichtung Marikas verhindert, dass Frauen in die Prostitution geraten. Der Verein Pro Familia berät Jugendliche sexualpädagogisch. Auch jungen Müttern und homosexuellen Flüchtlingen soll mehr geholfen werden. Zudem fördert die Stadt ein Angebot, das Frauen dabei unterstützt, in einen Beruf zu kommen.

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