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Die städtische IT weist erhebliche Schwachstellen auf.

Erhebliche Schwachstellen

So will die Stadt ihre IT-Probleme lösen

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München - Dass die Stadt Schwierigkeiten mit der Technik hat, ist bekannt. Deshalb will der Stadtrat nun die IT-Probleme beheben. Das ist der Plan.

Der Stadtrat will ein eigenes Referat schaffen, um die Probleme bei der städtischen IT in den Griff zu bekommen. Am Mittwoch kommender Woche präsentiert Personalreferent Alexander Dietrich einen entsprechenden Beschlussvorschlag. Die Beraterfirma Accenture hatte in einem 450 Seiten langen Gutachten die städtische IT untersucht und – wie erwartet – erhebliche Mängel aufgedeckt. Mit Linux und Windows gibt es in der Stadtverwaltung zwei unterschiedliche Systeme, die miteinander nicht kompatibel sind. Soft- und Hardware sind veraltet, vielen Mitarbeiter fehle zudem „das Verständnis“ für die IT-Prozesse, schreiben die Unternehmens-Berater. Die Verantwortung für die städtische IT ist derzeit noch auf drei Häuser innerhalb der Verwaltung aufgeteilt, was ineffiziente Entscheidungswege begünstigt. Künftig soll die IT den Mitarbeitern aus einer Hand zur Verfügung gestellt werden. Verantwortlich wird ein neuer IT-Referent sein, der noch heuer gewählt werden soll.

Für die Verwaltungsarbeit ist aus Sicht von mehr als 90 Prozent aller städtischen Mitarbeiter die IT unverzichtbar, ergab eine Umfrage. Gleichzeitig ist nur rund jeder dritte Angestellte der Stadt mit der Technik zufrieden. Auch im Bereich des E-Government – also der Möglichkeit für Bürger, online Behördengänge zu erledigen – hat die Stadt Nachholbedarf. Die Einführung neuer Online-Dienste wird durch die anfällige IT verzögert und erschwert. Systemausfälle sorgen regelmäßig für blank liegende Nerven bei Bürgern und auch Mitarbeitern, vor allem im Kreisverwaltungsreferat (KVR). Weil die Verwaltungsarbeit zunehmend digital funktioniert, ist aus Sicht der Accenture-Berater die Gründung eines eigenen Referats unerlässlich, um als Stadt im IT-Bereich handlungsfähig zu bleiben.

Verwaltungsintern werden die Pläne kritisch gesehen. Das Kreisverwaltungsreferat etwa teilte mit, dass durch die Neuorganisation die „aktuellen, akuten Probleme der IT nicht im Ansatz“ gelöst werden könnten. Das KVR kritisiert vor allem die geplante Auflösung der dezentralen IT-Einheiten. Kommende Woche entscheidet der Stadtrat.

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