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Blick in die Töpfe: Siegfried Benker (l.) und Gerhard Marktl überzeugen sich selbst von der Qualität des Essens.

Stadt reagierte auf Beschwerden

Im Münchenstift schmeckt’s

Einzelne Bewohner des Münchenstifts und deren Angehörige hatten sich über die Qualität des Essens beschwert. Jetzt sollte eine Umfrage die Qualität des Essens in Seniorenheimen belegen. 

München - Auf dem Speiseplan für diese Woche ist für jeden Geschmack etwas dabei: Gemüsecurry, mediterranes Hähnchenfilet und Schweinebraten wird es unter anderem in den Seniorenheimen des Münchenstiftes zu essen geben. Abwechslungsreich und gesund soll es sein. „Das Thema Essen und Ernährung sind eines unserer zentralen Qualitätsmerkmale“, sagt Siegfried Benker, Münchenstift-Geschäftsführer. „Deshalb hat uns die Diskussion im vergangenen Jahr auch sehr betroffen gemacht.“

Wie berichtet, hatten sich Angehörige und Bewohner einzelner Münchenstift-Einrichtungen öffentlich über das Essen beschwert. Speisen seien ungenießbar, Portionen zu klein, hieß es. „Zwar war man sich beim Münchenstift schon damals recht sicher, dass es sich bei den Vorwürfen um „Einzelmeinungen“ handelte, „trotzdem wollten wir uns die Qualität unseres Essens noch einmal objektiv ansehen“, so Benker.

Gesagt, getan: Münchenstift beauftragte ein externes Umfrageunternehmen. Das befragte in zwei Monaten 2252 Bewohner und 1014 Kantinengäste des Münchenstifts zu ihrer Zufriedenheit mit dem Essensangebot. Mit durchaus positivem Ergebnis. Vergeben werden konnten Noten von 1 – äußerst zufrieden – bis 5 – unzufrieden. Am Besten schnitt das Frühstück mit einer Durchschnittsnote von 2,4 ab. Es folgten das Mittagessen mit einer befriedigenden Bewertung von 2,7 sowie das Abendessen mit 2,8. Mit den Ergebnissen zeigt sich Benker zufrieden: „Wir sind auf einem sehr guten Weg, nun müssen wir daran arbeiten, dass es noch besser wird.“

Lesen Sie auch zum Thema: Münchner klagt „Meine Eltern werden im Heim schlecht versorgt“ . Außerdem: „Stadt legt Marktbericht vor - Wo es in München an der Pflege krankt“

So gab es in der Umfrage auch eine Reihe offener Fragen, in denen die Befragten angeben konnten, wie das Essen ihrer Meinung nach verbessert werden könnte. „Daraus haben sich einige Hinweise ergeben“, sagt Gerhard Marktl, Leiter der Küchen und des Einkaufs bei Münchenstift. So hätten zum Beispiel mehrere Bewohner die Temperatur des Brotes bemängelt, das in den Pflegeheimen aus hygienischen Gründen im Kühlschrank gelagert werden muss. Nun werde darauf geachtet, die Backwaren einige Zeit vor dem Servieren aus den Kühlkammern zu nehmen, erklärt Marktl. „Oft sind es kleine Dinge.“ 

Annika Schall

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