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Der Winterdienst war diesen Winter in München noch nicht gefordert.

Schneeloser Winter

Stadt spart Millionen beim Winterdienst

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Am Donnerstag endet in München der wärmste Dezember seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Stadt spart sich etliche Millionen Euro, wenn es nicht schneit. Heuer gab es noch keinen Einsatz des Winterdienstes. Erst im neuen Jahr wird sich daran etwas ändern.

Morgenmuffel sollte man als Mitarbeiter der Münchner Straßenreinigung nicht sein. Wenn der Winter vor der Tür steht und die ersten Flocken fallen, beginnt der Arbeitstag für viele der rund 1000 städtischen Angestellten um 4 Uhr morgens. Dann schwärmen sie mit Räumfahrzeugen aus, um die wichtigsten Verkehrsadern der Stadt wieder befahrbar zu machen. Wenn es besonders heftig schneit, klingelt der Wecker bereits um 2 Uhr in der Früh. Diesen Dezember konnten die Mitarbeiter des Winterdienstes regelmäßig ausschlafen – dem Wetter sei Dank.

Für die Kämmerei ist der Klimawandel ein Grund zur Freude, denn ein schneereicher und langer Winter kostet die Stadt viele Millionen Euro. Streusalz, Splitt, Fahrzeugverschleiß und Personalkosten schlugen im vergangenen Winter mit 16,3 Millionen Euro zu Buche (Vorjahr: 9,2 Millionen). Die Kommune ließ 15 900 Tonnen Splitt und 13 000 Tonnen Streusalz auf den Münchner Straßen und Gehwegen verteilen. Im Zeitraum zwischen Weihnachten und Neujahr kam der Winterdienst wegen heftiger Schneefälle zwischenzeitlich an seine Grenzen: 900 Mitarbeiter mussten mit 600 Fahrzeugen rund um die Uhr Einsätze fahren, um den Massen Herr zu werden – die Kosten waren enorm. Glaubt man dem Wetterbericht, dann wird es bis Silvester weder schneien noch überfrierende Nässe zu Einsätzen führen.

Sollte München im Januar seinem Ruf als schneereichste Großstadt Deutschlands endlich gerecht werden, wäre das verantwortliche Baureferat bestens vorbereitet. In sechs Hallen im Stadtgebiet liegen 13 600 Tonnen Streusalz und 3000 Tonnen Streusplitt auf Lager. Die Koordination und Planung des Winterdienstes ist ausgefeilt. Oberste Priorität haben die rund 9700 Fußgängerüberwege und rund 250 Gefahrenstellen innerhalb der Stadt, wo sich häufig Unfälle ereignen. Es folgen das Hauptstraßennetz, das alle bedeutenden Ring- und Ausfallstraßen wie den Mittleren Ring umfasst, sowie Abschnitte, auf denen öffentliche Verkehrsmittel unterwegs sind. Ist dann noch Zeit, werden die Nebenstraßen geräumt. Das Baureferat sorgt täglich bis 22 Uhr für den Winterdienst und damit zwei Stunden länger, als der Gesetzgeber vorschreibt; bei extremen Winterwetterverhältnissen gibt es Notfallpläne mit Sonderdiensten rund um die Uhr.

Beim Baureferat will man nicht spekulieren, wie viel Geld sich die Kommune Dank des schneelosen Dezembers in der Gesamtabrechnung sparen könnte. Ein Sprecher erinnert an den heftigen Wintereinbruch im März 2006 mit tagelangem rekordverdächtigem Schneefall. Damals hatte alles auf eine ziemlich günstige Winterperiode hingedeutet. Am Ende explodierten die Kosten auf 28,9 Millionen Euro – der bisherige Rekord beim Winterdienst.

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