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Zu sexy für einige Münchner Stadträte: Die Werbung für ein Bordell auf einem Anwohnerparkplatz. 

Nächster Anhänger sorgt für Unnmut

Bordell-Werbung: Jetzt geht's im Münchner Stadtrat heiß her

München -  Nach dem sexy Anhänger in Obermenzing sorgt nun der Werbe-Lkw eines Bordells vor dem Deutschen Patentamt für Ärger - einige Münchner Stadträte wollen die "sexistische Sondernutzung" verbieten lassen. 

Seit Wochen parkt vor dem Deutschen Patentamt ein Klein-Lkw, auf dessen Ladefläche ein großes Plakat für die Neueröffnung eines Münchner Bordells wirbt. Zu sehen sind vier spärlich bekleidete Blondinen in aufreizender Pose. Mehrere Stadträtinnen von SPD und Grünen sowie SPD-Fraktionschef Alexander Reissl nehmen daran offenkundig Anstoß. In einem gemeinsamen Antrag fordern sie die Stadt auf, derlei „sexistische Sondernutzungen“ zu unterbinden. 

Nach Angaben der Unterzeichnerinnen erhielt der Werbe-Lkw eine Ausnahmegenehmigung zum Parken auf den Bewohnerparkplätzen des Gärtnerplatz-Viertels. „Es ist zu unterbinden, dass eine nicht erlaubnisfähige und sexistische Werbung den Anwohnerinnen und Anwohnern im Gärtnerplatzviertel auch noch einen Parkplatz nimmt“, heißt es in dem Antrag. 

Empört äußert sich SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Fachsprecherin für Frauen und Gleichstellung: „Es kann nicht sein, dass jemand – wie im konkreten Fall – seinen Lieferwagen als Werbefläche für ein Bordell benutzt und dieses Fahrzeug dann auch noch auf einem Anwohnerparkplatz abstellen darf.“ Der Antrag liegt nun dem Oberbürgermeister vor und soll demnächst im Stadtrat behandelt werden.

Das Thema scheint derzeit recht beliebt zu sein. In Obermenzing sorgt seit Wochen ein Werbe-Anhänger mit einer halbnackten Frau für Aufregung. Jetzt wandten sich die Anwohner an den Bezirksausschuss.

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