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Der geplante Entwurf der Fußgängerbrücke.

Stadtrat entscheidet

Weg frei für die Brücke am Giesinger Berg

München - Bei der von Bürgern und Umweltverbänden seit langem geforderten Fuß- und Radwegbrücke am Giesinger Berg gibt es eine überraschende Wende. Der Stadtrat beschloss am Mittwoch, dass dieses Projekt nun höchste Priorität erfährt.

Bislang war der mögliche Steg nahe der Heilig-Kreuz-Kirche nur in einer relativ vagen Liste mit vielen zu prüfenden Querungen im Stadtgebiet enthalten (wir berichteten). Nun könnte es schnell gehen mit der Realisierung.

Den entsprechenden Antrag auf Aufnahme in die Prioritätsstufe „1+“ hatten die Grünen gestellt. Die anderen Parteien befürworteten diese Vorgehensweise. Ein breites Bündnis aus Bürgern, Lokalpolitikern, dem Münchner Forum und Umweltverbänden hatte sich schon zuvor unter der Bezeichnung „Brücken-Allianz Giesinger Berg“ für den raschen Bau des Stegs eingesetzt. Es gibt auch bereits einen Entwurf des Münchner Architekturbüros Karl + Probst. Ergebnis der Studie: Die Brücke sei realisierbar, auch barrierefrei, und könne sich harmonisch in das Stadtbild einfügen. Die Kosten für das Projekt sollen zwischen 1,2 und 1,4 Millionen Euro liegen.

Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher kommentierte am Mittwoch: „Ein Steg für Fußgänger und Radfahrer an dieser Stelle schließt die einzige noch offene Lücke der attraktiven Verbindung zwischen Harlaching und der Innenstadt entlang der Isarhangkante.“ Ein nochmaliges jahrelanges Zuwarten sei nicht mehr zumutbar.

Auch SPD und CSU begrüßten die Entscheidung. Bürgermeister Josef Schmid (CSU) erklärte, die Brücke erhöhe die Sicherheit und Lebensqualität der Menschen vor Ort. Bisher fehle eine sichere und durchgehende Verbindung von Giesing und Harlaching bis zum Rosenheimer Platz. Der stellvertretende CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl sagte: „Mit der hohen Priorisierung der Brücke haben wir einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.“ Der CSU-Fraktionsvize: „Wir erwarten, dass die Verwaltung jetzt mit Hochdruck an einem tragfähigen Realisierungskonzept arbeitet.“ Das Planungsreferat hatte die Wichtigkeit beziehungsweise Notwendigkeit der Brücke bislang nicht endgültig bewertet. Nun hat der Stadtrat ein Urteil gesprochen, das für die Verwaltung bindend ist.

Klaus Vick

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