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Wie wird sich der verkehr in München entwickeln? Die Rathaus-Grünen möchten, dass das genau untersucht wird. 

Entwicklungen genau durchdenken

Grüne fordern Verkehrs-Vision für München

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München - Die möglichen Verkehrsentwicklungen in der Stadt wollen die Rathaus-Grünen untersuchen lassen. In einem Antrag fordert die Fraktion, drei Szenarien bis zum Jahr 2030 und ihre Auswirkungen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Bevölkerungswachstums sei es notwendig, die Folgen verschiedener verkehrspolitischer Weichenstellungen genauer zu betrachten, sagt Stadtrat Paul Bickelbacher. 

Welchen Weg schlägt München ein?

Er schlägt drei Szenarien vor: 1. „Weiter so“: Alle nutzen ihre Verkehrsmittel wie bisher. Die Verteilung des Verkehrsaufkommens auf Auto, öffentliche Verkehrsmittel, Rad und zu Fuß bleibt gleich. 2. „Gleichbleibender Kfz-Verkehr“: Die Münchner ersetzen zumindest so viele Autofahrten durch Wege zu Fuß, mit dem Rad und im Öffentlichen Verkehr, dass sich trotz Einwohnerwachstum kein Zuwachs beim Kfz-Verkehr ergibt. 3. „Lebenswertes München“: 80 Prozent der Wege werden zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, nur 20 Prozent mit dem Auto. 

Entwicklung genau analysieren

Die Entwicklung des Verkehrs in einer Stadt sei nicht gottgegeben, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen, sagt Bickelbacher. Aus der für 2030 erwarteten Einwohnerzahl von 1,72 Millionen könnte die Entwicklung der Verkehrsmengen für jedes Szenario errechnet und auch auf einzelne Straßen und öffentliche Verkehrsmittel umgelegt werden. So werde erkennbar, in welchem Maße die Kfz-Belastungen in welcher Straße ab- oder zunähmen oder wo ein Ausbau des Nahverkehrs notwendig sei. 

Ein Umsteuern ist nötig

Ein „Weiter so“ könne sich die Stadt laut Bickelbacher nicht leisten. „Das rasche Wachstum Münchens erfordert ein ambitioniertes Umsteuern der Verkehrspolitik hin zu mehr Fuß- und Radverkehr und zu einer Verringerung des Kfz-Verkehrs.“ Die Grünen stoßen ins gleiche Horn wie das Bündnis für saubere Luft, das derzeit Unterschriften für ein Bürgerbegehren sammelt. Das Ziel: Bis zum Jahr 2025 sollen 80 Prozent des Verkehrs mit umweltschonenden Fortbewegungsmitteln stattfinden. Derzeit sind es etwa 65 Prozent. 

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