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Stadtstrand: Jetzt muckt die JU in der CSU auf

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München - Die Urbanauten bekommen Unterstützung: Für ihren Stadtstrand macht sich die Junge Union stark ( „In Berlin sind solche Aktionen gang und gäbe.") - und muckt so in der eigenen Partei auf.

Die Junge Union (JU) München spricht sich für den Kulturstrand an der Corneliusbrücke aus und stellt sich so gegen die Kollegen von der CSU, die ihn verhindern wollen (wir berichteten). „Wir können die Haltung der Stadt München und auch der CSU in diesem Punkt nicht verstehen“, sagte der JU-Vorsitzende Wolfgang Stefinger gestern. „Der Kulturstrand ist eine Super-Einrichtung, und wir wollen, dass er auch heuer stattfinden kann.“

Gleichzeitig ritten die CSU-Räte Richard Quaas, Georg Schlagbauer und Mario Schmidbauer eine erneute Attacke gegen die Urbanauten, die den Strand betreiben. Mit einer Anfrage an OB Christian Ude (SPD) reagierten sie auf die Klagen der Urbanauten, ein Aus für den Kulturstrand bedrohe ihre Existenz. Ob das richtig sei, fragen sie und wollen wissen, mit wie viel Steuergeld die Stadt Aktionen der Urbanauten fördert. Die hätten doch keinen Anspruch auf ein Monopol. Könne man künftig nicht selbst Orte für einen Strand benennen und offiziell ausschreiben? Die CSU-Räte sprechen von „jahrelangen Anwohnerprotesten von beiden Seiten der Isar“ wegen der von der Corneliusbrücke ausgehenden „Lärmplage bis in die späte Nacht hinein“.

Dem widerspricht JU-Chef Stefinger: „Laut Kreisverwaltungsreferat gab es in den vergangenen zwei Jahren anscheinend nur eine Lärm-Beschwerde.“ Er bescheinigt den Urbanauten, die Innenstadt-Isar erfahrbar zu machen – und genau das wolle die CSU doch auch. „In Berlin sind solche Aktionen gang und gäbe, nur in München versucht man, sie durch Auflagen klein zu halten.“ Stefinger kündigte an, ein Gespräch mit der CSU-Fraktion suchen zu wollen.

Johannes Löhr

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