Die Fröttmaninger Heide bekommt ein eigenes Info- und Bildungszentrum. Simulation: PSA (FKN)

Stadtteil-Serie: Info-Zentrum für die Fröttmaninger Heide

München - Die neue Tram ist eingeweiht, der Modegroßhandel in der alten Eisenbahnhalle wohl gescheitert. Dennoch: in Schwabing-Freimann gibt es einiges zu tun.

Münchner Freiheit

Die neue Tram 23 fährt, das Thema Münchner Freiheit ist für den Bezirksausschuss Schwabing-Freimann (BA 12) aber noch nicht abgehakt. Das ganze Leben dort dränge sich an der Ostseite, bemängelt BA-Chef Werner Lederer-Piloty (SPD). Auch das „Fahrradproblem“ sei beispielsweise noch ungelöst. Eine wichtige Frage ist, ob und wie die Ungererstraße zurückgebaut und die Erlöserkirche wieder an die Münchner Freiheit herangezogen werden kann. „Ich wundere mich, dass Oberbürgermeister Ude diese Dinge nicht schon längst zur Chefsache gemacht hat“, so Lederer-Piloty.

Leopoldstraße

Sonnenschirme mit greller Werbung, zu viele Schilder, unansehnliche Elektrokästen. „Der Boulevard, auf den München so stolz ist, ist über weite Teile vollgeramscht“, sagt Lederer-Piloty. Das Niveau auf der Leopoldstraße müsse gehoben werden. Mit welchen Mitteln das getan werden soll, darüber wird im Bezirksausschuss derzeit noch diskutiert. Für das Projekt „Leo152“ – jetzt „Schwabinger Tor“ genannt – auf dem ehemaligen Metro-Gelände soll bis Mitte 2010 der Bebauungsplan stehen. Den „ersten Spatenstich“ gibt es voraussichtlich 2011. Lederer-Piloty freut sich unter anderem auf das Theater „mit internationalem Touch“, wie er sagt, das in diesem Gebäudekomplex entstehen soll.

Schwabinger Piazza

Die Plätze in Schwabing und Freimann sollen schöner gestaltet werden. Diese seien oft nur Parkplätze, sagt Lederer-Piloty. Wenn München doch die nördlichste Stadt Italiens ist, sei es passender, wenn die Plätze hier eher einer Piazza ähnelten. Nun soll zum Beispiel der Wedekindplatz in Schwabing weitgehend verkehrsfrei und mit Bänken ausgestattet zu einer kleinen urbanen Insel werden. Am Nikolausplatz in Freimann hat mit dem Bau eines Wohnheims an der Heinrich-Groh-Straße die Neugestaltung bereits begonnen. Der BA will sie aber weiter vorantreiben: „Da wartet sogar noch Geld von Sponsoren darauf, eingesetzt zu werden.“

Fröttmaninger Heide

Münchens größtes Entwicklungspotenziale gibt es laut Lederer-Piloty im Norden. „Die alte Eisenbahnhalle dümpelt seit zehn Jahren vor sich hin.“ Sie wird voraussichtlich nicht, wie geplant, in einen Modegroßhandel umgewandelt. „Wir warten sehnlichst auf einen Investor, der die Halle wachküsst.“ Auch in der Fröttmaninger Heide wird sich 2010 etwas tun. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass sowohl die Bürger auf ihre Kosten kommen, als auch die seltenen Tiere geschützt werden. Stege und Pfade sollen verhindern, dass Besucher Pflanzen niedertrampeln. Dafür wird ein eigenes Informations- und Bildungszentrum nahe der U-Bahn-Haltestelle „Fröttmaning“ gebaut.

Saskia Müller

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