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2,3 Prozent ab Februar

Stadtwerke: Der Strom wird teurer

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München - Die Stadtwerke München erhöhen den Strompreis für Privatkunden um 2,3 Prozent. Der Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2500 kWh zahlt ab Februar 2017 monatlich 62,89 Euro – 1,42 Euro mehr als bisher. Die SWM begründen den Schritt mit gestiegenen Strom-Nebenkosten.

Der Strompreis in München steuert auf ein neues Allzeithoch zu. Die Stadtwerke München haben gestern angekündigt, zum 1. Februar ihre Strompreise für Privatkunden um durchschnittlich 2,3 Prozent anzuheben. Die letzte Preiserhöhung liegt kein Jahr zurück. Am 1. März 2016 war der Preis für Privatkunden um 3,9 Prozent erhöht worden. Die abermalige Steigerung begründet der Konzern mit den Stromnebenkosten, die zum Jahreswechsel wieder nach oben angepasst werden. Der größte Preistreiber ist dabei die Erneuerbare- Energien-Umlage (EEG), die den Ausbau von regenerativen Energien aus Wind und Sonne in Deutschland ankurbeln soll. Im Jahr 2006 betrug die EEG-Umlage noch 0,8 Cent pro Kilowattstunde Strom, ab 2017 sind es 6,8 Cent.

Seit dem Jahr 2010 ist der Strompreis in München für Privatkunden um gut ein Viertel gestiegen – gleichzeitig sanken die Kosten für Energiebeschaffung, Vertrieb und Service bei den Stadtwerken um 2,3 Prozent. Der Grund für diese Diskrepanz sind die explodierenden Steuern, Umlagen und Abgaben. Diese erreichen im Jahr 2017 einen neuen Höchstwert: Sie machen dann rund 81 Prozent des Strompreises in München aus. „Auf diese Preisbestandteile hat die SWM-Versorgungs GmbH keinen Einfluss“, heißt es in einer Pressemitteilung. Lediglich die verbleibenden 19 Prozent entfielen auf Energiebeschaffung, Vertrieb und Service der Stadtwerke.

Hätte der Konzern die gestiegenen Nebenkosten voll auf den Preis umgelegt, wäre Strom ab Februar 2017 sogar über 4 Prozent teurer. Dass es lediglich 2,3 Prozent sind, hängt mit den niedrigen Großhandelspreisen zusammen. Dadurch können die Stadtwerke die enormen Sprünge bei den Umlagen teilweise kompensieren. „Die Hälfte der Mehrkosten durch höhere Umlagen und Netzentgelte können wir für unsere Kundinnen und Kunden auffangen. Denn wir haben den Strom für das Jahr 2017 günstiger eingekauft. Diese Einkaufsvorteile geben wir – wie auch schon in der Vergangenheit – weiter“, sagt Thomas Lüers, Leiter Vertrieb der Privat- und Gewerbekunden bei den Stadtwerken. Er verweist darauf, dass die Preise im Vergleich der zehn größten deutschen Städte in München am niedrigsten sind. Ein Durchschnittshaushalt muss pro Jahr für Strom, Wasser und Gas in München derzeit 1924 Euro bezahlen. In Berlin sind es zum Beispiel 2459 Euro, in Hamburg 2215 Euro.

Am günstigsten fährt man bei den Stadtwerken, wenn man einen Online-Tarif wählt. Die SWM unterstützen ihre Kunden zudem beim Energiesparen mit einem breiten Beratungsangebot. Fragen zu den neuen Tarifen und der Preisanpassung beantwortet der Kundenservice der Stadtwerke telefonisch unter 0800 796 796 7 (kostenfrei innerhalb Deutschlands), per E-Mail (preisinfo@swm.de) sowie persönlich im Kundencenter in der SWM-Zentrale und im SWM-Shop am Marienplatz.

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