Rettungsaktion am Bahnsteig

Drei Männer im Gleis: Verzögerungen auf der Stammstrecke

München - Der Weg ins Wochenende dauert am Freitagmorgen länger als geplant: Drei Männer waren im Gleis, wegen der Rettung kommt es zu Verzögerungen auf der Stammstrecke.

+++ Update um 12:50 Uhr: Nach dem Notarzteinsatz am Hauptbahnhof und einer kurzzeitigen Vollsperrung im Bereich Leuchtenbergring normalisiert sich die Verkehrslage im S-Bahn Gesamtnetz, teilt die S-Bahn München mit. 

Vereinzelt kommt es noch zu Verzögerungen von bis zu 15 Minuten. Auch kann es kurzfristig noch zu Zugausfällen kommen.

+++ Update um 12.14 Uhr:Die S-Bahn München vermeldet, dass es im S-Bahn Gesamtnetz weiter Beeinträchtigungen gibt. Derzeit kommt es noch vereinzelt zu Verspätungen von bis zu 25 Minuten. Auch kann es kurzfristig zu Zugausfällen kommen.

Die S-Bahnen der Linie S 6 Tutzing verkehren wieder planmäßig durch die Stammstrecke.

+++ Update: Wie die S-Bahn München mitteilt, kann es auf der Stammstrecke München zu Verzögerungen bis zu 45 Minuten kommen. Züge können auch ganz ausfallen. 

Fall 1) 40-jähriger stürzt in Gleis - ohne Fremdeinwirkung

Gegen 4.15 Uhr stürzte ein 40-Jähriger aus Augsburg im Tiefgeschoss des Münchner Hauptbahnhofes rückwärts - ohne Fremdeinwirkung - in den Gleisbereich. Der Mann wurde von unbekannten, am Bahnsteig Wartenden aus den Gleisen geborgen. Er war ansprechbar, klagte über starke Schmerzen im Wirbelsäulenbereich. 

Aufgrund umfangreicher Rettungsmaßnahmen am Bahnsteig wegen des Verdachts auf eine Wirbelsäulenverletzung war das Richtung Hackerbrücke führende Gleis 2 für über eine Stunde gesperrt. Der 40-Jährige wurde in eine Münchner Klinik gebracht. Zum aktuellen Gesundheitszustand liegen keine Informationen vor. 

Durch den Vorfall kam es zu erheblichen Auswirkungen auf den gesamten Münchner S-Bahnverkehr: Laut Bahn gibt es nach wie vor Verzögerungen von bis zu 30 Minuten (Stand: 7.45 Uhr). Es kann zu Zugausfällen kommen, Pendler müssen sich auf überfüllte Züge einstellen.

Die S-Bahnen der Linie S 1 Freising/Flughafen beginnen und enden in München Hbf Gleis 27-36 ohne Halt in München-Hackerbrücke.

Die S-Bahnen der Linie S 6 Tutzing beginnen und enden in München Hbf Gleis 27-36 und verkehren ohne Halt von/nach München-Pasing.

Fall 2) Zwei Personen im Gleis

Außerdem befanden sich kurz nach 9 Uhr zwei Personen im Gleisbereich der Bahnstrecke Leuchtenbergring, Steinhausen, Daglfing, Riem und Trudering. Zwei Bahnmitarbeiter entdeckten sie. 

Daraufhin kam es zur kurzzeitigen Sperrung der Bahnstrecke zwischen Rangierbahnhof Ost und Leuchtenbergring. Die Bahn sperrte dort alle Gleise für den S-Bahn-, Fern- und Güterverkehr und leitete Suchmaßnahmen der Bundespolizei ein.

Im Bereich der Güterzüge konnten die Beamten zwei Eritreer antreffen. Derzeit wird geklärt, ob sie mit Güterzügen aus Italien in der Nacht illegal eingereist waren.

Erst am Donnerstagnachmittag griffen Beamte der Bundespolizei im Bereich des Rangierbahnhofes Nord vier Eritreer auf. Nach ersten Informationen waren sie mit dem Güterzug von Kufstein nach München gefahren. Die vier Afrikaner wurden der Landespolizei überstellt.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

S-Bahn-Störung bei Linie 3 behoben - bei weiteren Zügen gibt es noch Probleme
Zahlreiche Pendler sind auf den S-Bahn-Verkehr angewiesen. Doch immer wieder kommt es zu Störungen, Sperrungen und Ausfällen. In unserem News-Ticker informieren wir Sie …
S-Bahn-Störung bei Linie 3 behoben - bei weiteren Zügen gibt es noch Probleme
Hier lagern wohl die meisten Waffen in München - hinter den Sicherheitstüren verbirgt sich kurioses
In Münchens wohl größter Waffenkammer lagern 180 000 Objekte, die vor Gericht als Beweismittel dienen. Was sich hinter den Sicherheitstüren verbirgt, ist zum Teil höchst …
Hier lagern wohl die meisten Waffen in München - hinter den Sicherheitstüren verbirgt sich kurioses
Pflege-Notstand in München: „Mein Vater wurde vier Tage nicht gewaschen“
Der Pflegenotstand sorgt für Dramen in München: Der Sohn eines Patienten erzählt: Der Aufenthalt seines Vaters in einer Klinik war so schlimm, dass dieser „nur noch …
Pflege-Notstand in München: „Mein Vater wurde vier Tage nicht gewaschen“
Neue Geheimwaffe der Münchner Polizei: Die Fahnder mit dem Superblick
Super Recogniser sind Menschen mit der besonderen Fähigkeit, sich Gesichter besser merken zu können als andere. Beim Münchner Polizeipräsidium arbeiten nun 37 davon.
Neue Geheimwaffe der Münchner Polizei: Die Fahnder mit dem Superblick

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.