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Am Wochenende schauen die Passagiere der Bahn in München mal wieder in die Röhre.

Bis Montagfrüh dicht

Stammstrecken-Sperrung ab Freitag: Das sind die Alternativen

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Am Wochenende geht auf der Stammstrecke nichts mehr. Von Freitag, 22.45 Uhr, bis Montag, 4.30 Uhr, ist das Herzstück der Münchener S-Bahn komplett wegen Instandsetzungsarbeiten gesperrt.

München - Die S-Bahn bündelt ihre Instandsetzungsarbeiten und die regulären Inspektionen an diesem Wochenende. In der Vergangenheit waren solche Arbeiten meist in der Nacht durchgeführt worden. Durch die Bündelung soll die Zahl der baufreien Tagen steigen, außerdem sollen die Arbeiten effizienter werden.

Ein Beispiel: Am Wochenende werden 18 Kilometer Schienen gefräst. „Das dauert insgesamt 23 Stunden“, erklärt Kai Kruschinski, der für DB Netz die Arbeiten koordiniert. Werden solche Arbeiten nur nachts durchgeführt, müssen Gerät und Arbeiter jede Nacht wieder neu an die Baustelle gebracht werden. „Können die Kollegen durcharbeiten, werden die Schichten bis zu 50 Prozent effektiver genutzt“, sagt Kruschinski. Mehr „Funkenzeit“, nennen das die Fachleute. Künftig soll es zwei Wochenendsperrungen pro Jahr geben, die zweite ist heuer vom 20. bis zum 23. Oktober angesetzt.

Wer mit der S-Bahn in die Stadt fahren will, muss sich eine Alternative suchen. „Im Münchner Westen enden und beginnen die Linien S3 und S4 in Pasing“, erklärt Dietrich Mader, Leiter der Produktionsplanung bei der S-Bahn. Die S1 fährt ohne Halt von Moosach oberirdisch in den Hauptbahnhof. Die S2 wird zum Heimeranplatz umgeleitet, abends zwischen 22 und 5 Uhr verkehrt sie dagegen bis zum Hauptbahnhof. Die S7 hält am Harras, am Heimeranplatz und an der Donnersberger Brücke, bevor sie ebenfalls am Hauptbahnhof endet. Die S8 hingegen wird von Pasing aus über den Südring ohne Halt bis zum Ostbahnhof umgeleitet. Die Fahrzeit zum Flughafen bleibt unverändert. Die S-Bahnlinien im Osten enden und beginnen am Ostbahnhof, die S8 hält nicht am Leuchtenbergring.

Die Bahn bietet rund um die Uhr einen Schienenersatzverkehr an. Die Busse fahren entlang der Stammstrecke von Pasing bis zum Ostbahnhof – statt den Marienplatz steuern sie aber den Odeonsplatz an. Weil die Busse für diese Strecke 50 Minuten brauchen, dürfte es sich für die meisten S-Bahn-Nutzer – je nach Fahrziel – lohnen, auf U-Bahn oder Tram umzusteigen. Die MVG setzt bei der U5 längere Züge ein und fährt am Samstag auf der Strecke im Fünf-Minuten-Takt. 

Um weiteres Chaos zu vermeiden: Stammstrecke wird eingezäunt

Video: SnackTV

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