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Das Original und sein Plagiat: Horst Seehofer (r.) und Double Wolfgang Krebs

Starkbier-Spektakel

Nockherberg: Warum's heute richtig zur Sache geht

München - Heute geht es endlich wieder zur Sache beim Starkbier-Spektakel. Einer der Hauptdarsteller, Seehofer-Double Wolfgang Krebs verrät, warum der Nockherberg der beste seit Jahren werden wird.

Voll fokussiert auf seinen ersten Nockherberg: Singspiel-Regisseur Marcus H. Rosenmüller

Schluss mit dem Vorgeplänkel: Heute geht es endlich wieder zur Sache auf dem Nockherberg! Beim wichtigsten Starkbier-Spektakel der Republik sind Vorfreude und Spannung so groß wie lange nicht: Mit Kult-Filmemacher Marcus H. Rosenmüller hat Paulaner einen Star-Regisseur fürs Singspiel verpflichtet. Mehr Action auf der Bühne, direkte Duelle der sieben Politiker-Doubles, Live-Musik von den Banafishbones und Gerd Baumann. Rosi gibt Vollgas!

Davor die Fastenrede von Luise Kinseher als Bavaria. Eingschenkt wird, los geht’s um 18.30 Uhr live im BR! Gegenüber der tz verrät einer der Hauptdarsteller, Seehofer-Double Wolfgang Krebs, wieso der Nockherberg der beste seit Jahren werden wird!

Warum’s heute richtig zur Sache geht

Der Mann kennt den Freistaat wohl fast schon besser als der Landesvater selbst: Wolfgang Krebs (46), der auf dem Nockherberg schon zum vierten Mal Ministerpräsident Horst Seehofer spielt, ist seit dem letzten Salvator-Starkbierfest über 50 000 Kilometer unterwegs gewesen für seine Auftritte. Der Mann ist gefragt, kein Wunder: Während Politiker abgelöst werden, kommt für Krebs einfach noch ein Amt dazu: Er spielt neben Seehofer auch dessen Vorgänger Stoiber und Beckstein, sogar Parteiengrenzen sind keine Hürde: Den Ude kann er, nicht mal vor dem Aiwanger macht er halt. Gegenüber der tz erklärt das bayerische Multifunktions-Double, wieso der Nockherberg derzeit dennoch alles in den Schatten stellt.

Kennen Sie sich mit Ihren ganzen Rollen überhaupt noch aus: „quer“ & „Grünwald“ im TV, Bühnenprogramm, diverse Auftritte bei Starkbierfesten und dann diese große Seehofer-Rolle auf dem Nockherberg!

Krebs: Ach, das geht schon, aber die vergangenen Wochen waren wirklich narrisch für den Seestoiber. Seit 2. Februar proben wir wirklich sehr intensiv für das Singspiel, das ging meist schon um 9 Uhr los und dauerte bis 17 Uhr. Aber einmal hat mir der Rosi sogar frei gegeben.

Sie scheinen ja mächtig Gaudi zu haben mit dem neuen Regisseur, was man so hört!

Krebs: Der Marcus H. Rosenmüller ist faszinierend wegen seiner Freundlichkeit. Er weist uns mit seiner Autorität auf unglaublich nette Art auf Fehler hin und wir werden dadurch besser. Es macht allen Riesenspaß, das ist ein super Team!

Wird es der beste Nockherberg der vergangenen vier Jahre, in denen Sie dabei sind?

Krebs: Ich glaube schon, es ist Wahljahr und da ist alles noch spannender. Aber vor allem, dass es wieder ein richtiges Bühnenstück mit einer Handlung gibt und die Personen aufeinander prallen, da geht’s zur Sache.

Sie hatten für den Nockherberg keine Pause vom normalen Programm?

Krebs: Im Gegenteil! Die TV-Sachen gingen unvermindert weiter, dazu kam das Bühnenprogramm und drei Auftritte beim genialen Starkbierfest in Passau. Dort war ich als Stoiber und wissen Sie, wen ich getroffen habe?

Nein!

Krebs: Den Strauß, den Franz Josef, das war a Gaudi! Da gab es quasi ein parteiinternes Rededuell mit Helmut Schleich.

Und danach ging es wieder sofort zurück nach München?

Krebs: Ja! Im Blindflug durch dichtestes niederbayerisches Schneegestöber. Da war der Flug von Strauß damals nach Moskau ein Kinderspiel!

Zurück zum Nockherberg. Ihnen scheint Ihre Rolle zu gefallen. Doch glauben Sie, dass auch der Seehofer was zu lachen hat?

Krebs: Der soll erst einmal schauen, dass er rechtzeitig da ist. Der muss ja vorher noch unbedingt beim Papst in Rom vorbeischauen. Er meint wohl, dass vor dem Wirtshaus-Besuch auf dem Nockherberg unbedingt noch ein Kirchgang sein muss. Naja, vielleicht bringt er ja den Benedikt mit, der hat ja jetzt Zeit als Rentner.

Stefan Dorner

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