Weltgrößte Messe

Start der Bauma: Impressionen von der weltgrößten Bau-Messe

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Am Montag hat die Bauma ihre Pforten geöffnet. Bei strahlendem Sonnenschein konnten zahlreiche Besucher aus aller Welt über die größte Bau-Messe der Welt schlendern. 

Groß, größer, Bauma! Auf der größten Messe der Welt gibt’s auch die größten Geräte. Mehr als 40 Kräne ragen auf dem Freigelände in den Himmel über Riem, Baggerreifen sind doppelt so hoch wie die tz-Reporterin, ein Betoniergerät ist so breit wie eine Autobahn … Seit gestern (und noch bis zum Sonntag) läuft die Messe, das Tagesticket kostet ab 22 Euro.

Auf 605 000 Quadratmetern Fläche stellen über 3400 Austeller aus 60 Ländern (die meisten davon aus Deutschland) ihre Innovationen vor. Nur alle drei Jahre findet die Messe für Baumaschinen & Co. in München statt – gestern war auch die hohe Politik zu Gast, etwa in Gestalt von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (56, SPD).

Weil’s in den Städten immer enger wird, geht’s bei Baumaschinen nicht bloß um Effizienz, sondern auch darum, auf kleinem Raum arbeiten zu können. Die Niederbayern von Sennebogen haben etwa einen Umschlagbagger auf den Markt gebracht, der einen um 360 Grad rotierenden Oberwagen hat. Manche Maschinen müssen aber groß sein, um schwer zu arbeiten. Wir haben uns die Geräte der Superlative angeschaut:

Monster mit dem Greifarm

Dieses heiße Gerät wird an Häfen eingesetzt und lädt dort loses Gut wie Schrott ab. Acht Tonnen kann der Greifer heben. Die Maschine selbst ist je nach Ausstattung bis zu 132 Tonnen schwer. Trotzdem darf jeder, der einen Führerschein hat, den 870E von Sennebogen nach einer Schulung fahren – wenn auch nur in Schrittgeschwindigkeit. Schneller kann der Giganten-Bagger nicht. Die Fahrerkabine kann 9 Meter hoch und 7 Meter vorfahren. Wenn der Greifarm runterfährt, dann fließt Energie in einen Zwischenspeicher, die genutzt wird, wenn der Greifarm wieder hochfährt.

Der Simulator

12 000 Schüler werden im Laufe der Woche in der Halle B erwartet. Bei der Firma Kiesel können sie sich als Baggerfahrer versuchen. Den Bagger-Simulator, den Baumaschinenmechatroniker Mark Ziegler (22) aus Nürnberg hier fährt, nehmen sie bei Kiesel auch zu Schulungszwecken für Baggerfahrer.

Schnellster Bagger

Er ist der gelbe Blitz unter den Baggern: Der EW100 von Neuson ist der schnellste mobile Bagger der Welt. Das 10 Tonnen schwere Kerlchen düst mit bis zu 40 km/h von einer Baustelle zur nächsten und ist auch für die Straße zugelassen. Bei diesem Baustellen-Cabrio sind die Frontscheiben zweigeteilt und lassen sich komplett unter das Kabinendach schieben.

Per Satellit gesteuert

Der Gleitschalungsfertiger GHP-2800 der Betonfertigungsfirma Gomaco wird für den Bau von Start- und Landebahnen und Autobahnen eingesetzt: „Auf bis zu 9,75 Metern Breite vibriert er über den Beton und glättet ihn“, sagt Hostess Gloria Dentler (30). Die Maschine läuft satellitengesteuert.

237-Tonnen-Ungetüm

Allein ein Rad vom T284 von Liebherr kostet mehr als ein schickes Familienauto. Der Muldenkipper wird vor allem im Bergbau eingesetzt und wiegt leer 237 Tonnen. Seine Höchstgeschwindigkeit sind 64 km/h, aber wenn er vollgeladen ist mit bis zu 363 Tonnen, ist der gigantische Muldenkipper gemütlich unterwegs.

Drei Monate aufgebaut

Dieser Megaturm recycelt Asphalt: Der wird zuerst von der Straße gefräst, dann werden Steine beigemischt und stark erhitzt. Heraus kommt neuwertiger Asphalt, der wieder auf die Straße kommt. Der Aufbau der Chargen-Mischanlage dauert drei Monate. Dann reichen fünf Mann, um Asphalt herzustellen.

Gewinnen Sie Eintrittskarten!

Na? Auch Lust, die ganz großen Maschinen aus der Nähe zu sehen? Mit ein bissl Glück geht das ­sogar umsonst. Denn: Wir verlosen 5 x 2 ­Eintrittskarten für die bauma. Zum Gewinn einfach bis Dienstag, 18 Uhr, anrufen und bei der 01378/80 66 39 * das Stichwort bauma, Namen, Telefon (Handy) und Adresse aufsprechen! Oder eine SMS mit tz win bauma und den Daten an die 52020 * schicken!

* Diese telemedia-Rufnummer ist für Gewinnspiele gedacht und wird für den Anrufer zu 50 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise ­abweichend, tarifiert.

Jasmin Menrad

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