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Autofahrer brauchen in München viel Geduld. 

Befürchteter Infarkt ist ausgeblieben

Stau, aber kein Chaos am Isarring

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München - Der befürchtete Verkehrsinfarkt am Isarring ist ausgeblieben – zumindest an den ersten beiden Tagen der Sperrung rollte der Verkehr zäh, aber ohne Chaos durch durch das Nadelöhr zwischen Dietlinden- und Ifflandstraße. 

Autofahrer brauchen in München noch mehr Geduld als sonst: Bis Mitte Oktober soll die baustellenbedingte Sperrung einer Fahrspur am Isarring dauern. Noch sind viele Münchner verreist und weniger Autos unterwegs. Doch der Baustellenkoordinator Richard Bartl weiß: Mit dem Ende der Urlaubszeit dürfte sich die Verkehrssituation am Isarring zuspitzen.

An die Zeit nach den Ferien will Bartl am liebsten gar nicht denken. Er sei zunächst einmal „heilfroh“, dass sich die Staus am ersten Baustellentag in Grenzen hielten. „Es ist wie erwartet: Es ist Stau.“ Der sei etwa so groß wie sonst vor den Ferien ohne Baustelle. Vor allem morgens und am späten Nachmittag gerät der Berufsverkehr ins Stocken. Am Dienstagmorgen standen die Autos bis zur Richard-Strauss-Straße.

Dass die Sperrung im August beginnt, findet Verkehrsexperte Alexander Greipl vom ADAC-Südbayern sinnvoll. „Da sind ferienbedingt weniger Autofahrer in der Stadt unterwegs. Deswegen dürfte die Situation am Isarring vorerst glimpflich abgehen“, sagt Greipl.

So sieht das auch Bartl, der am Montagmorgen einige neuralgische Punkte rund um die Baustelle abgefahren ist, um die Verkehrssituation zu beobachten. Viele Münchner seien im Urlaub, andere hätten sich eine Alternative überlegt. Zudem hat er den Eindruck, viele Autofahrer seien auf den Baustellenbereich zugefahren, um die Lage zu testen, und dann umgedreht. Beispielsweise am Tucherpark, von der Ifflandstraße kommend, habe er noch nie so viele Autofahrer wenden sehen wie am Montag.

Erster Baustellentag am Isarring verlief vollkommen unproblematisch

Auch aus Sicht der Polizei lief der Verkehr am ersten Baustellentag am Isarring „völlig unproblematisch“, wie ein Sprecher sagte. „Es sind keine polizeilichen Maßnahmen getroffen worden.“ An der Einmündung der Ifflandstraße in den Isarring soll eine dritte Fahrspur entstehen. Für die Hauptphase der Bauarbeiten muss eine der beiden bestehenden Fahrspuren gesperrt werden.

Die verbleibende Spur könne den Verkehr unmöglich aufnehmen, sagte Bartl schon vergangene Woche. Nach seinen Angaben passieren die Stelle rund 114 000 Autos pro Tag. Damit der Verkehr fließen kann, müsste die Fahrzeugzahl um ein Drittel verringert werden. Greipls Appell an die Autofahrer für die kommenden Wochen: möglichst auf U-Bahn oder Bus umsteigen.

Der ADAC-Experte setzt große Hoffnungen in die zukünftige dritte Fahrspur: „Dass sich durch die angebaute Spur die Lage verbessert.“ Wenngleich Greipl die Maßnahme nicht für den Idealzustand hält. Die neue Spur soll 3,00 Meter breit werden, Standard wären 3,25 Meter, wie er sagt. Bei einer Lkw-Breite von üblicherweise 2,55 Metern bestehe die Gefahr von Touchierungsunfällen. „Generell wird die Spur die Lage aber entzerren.“

Richtig eng an der Isarring-Baustelle dürfte es nach der Ferienzeit werden, zumal es keine vernünftige Ausweichstrecke gebe. Greipl: „Es bleibt zu hoffen, dass die vorgesehene Bauzeit eingehalten wird.“

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