Die Stau-Ampel : Die Autos können am Ring und an der Zufahrt von der Ifflandstraße (vorn) nur langsam abfließen. Foto: Schlaf

Staufalle Isarring wird erst 2012 entschärft

München - Die Beseitigung der Staufalle an der Einmündung der Ifflandstraße in den Isarring dürfte eine längere Operation werden.

Stadtbaurätin Elisabeth Merk (parteilos) eröffnete der Vollversammlung des Stadtrats gestern, dass mit einem Baubeginn erst 2011 zu rechnen sei. Die Fertigstellung dürfte 2012 erfolgen.

Der durch den Richard-Strauss-Tunnel verstärkte Verkehrsstrom Richtung Isarring kann in den Stoßzeiten nicht mehr vollständig abfließen. Die Fahrzeuge stauen sich bis zu 1300 Metern zurück. Hemmnis ist die Ampel an der Einmündung der Ifflandstraße, an der sich ebenfalls lange Blechschlangen bilden (wir berichteten).

Walter Zöller (CSU) verlangte gestern in der Vollversammlung des Stadtrats, „dass sofort etwas geschieht“. Doch dafür stehen die Chancen eher schlecht. Mit Kunstgriffen an der Ampelanlage ist kaum etwas zu machen, denn jede Begünstigung von einer der beiden Straßen gehe zulasten der anderen.

Die Grünen geben die Hoffnung dennoch nicht auf, dass es eine Lösung ohne massive Eingriffe in den Englischen Garten gibt: Paul Bickelbacher rechnete vor, dass mit einer Verengung der Fahrspuren von 3,50 auf 3,25 Meter und der Opferung eines Fußwegs längs der Strecke eine Minimallösung möglich sei.

Als Planungsreferentin Elisabeth Merk die zeitlichen Perspektiven für die geplante Abhilfe darlegte, waren die meisten Stadträte sichtbar konsterniert. Denn der geplante Verfahrensweg werde viel Zeit in Anspruch nehmen: Die Ausschreibung der Machbarkeitsstudie und die Vergabe dauern bis Ende dieses Jahres, sagte die Stadtbaurätin. Dann macht sich die beauftragte Denkfabrik ans Werk – erst etwa im Herbst 2010 könnten dem Stadtrat die möglichen Lösungen präsentiert werden. Die Dauer der Arbeiten sind derzeit noch nicht absehbar. Je nach dem Aufwand der auserwählten Lösung ist mit verschiedenen Bauzeiten zu rechnen.

Die Grünen haben schon nachgezählt, dass „mindestens 60 Bäume“ des Randbereichs am Englischen Garten geopfert werden müssten. Die von der CSU ins Spiel gebrachte „Landschaftsbrücke“ stellt für SPD-Rat Ingo Mittermaier eher einen Bremsklotz für die schnelle Verwirklichung der Verkehrsbauwerke dar.

Rot-Grün habe schon 2006 versagt, schimpfte Michael Mattar (FDP). Bereits damals sei klar gewesen, dass es ohne Staus nicht abgehen werde.

Eberhard Geiger

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