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So sieht Zusammenleben aus: Das Forum am Luitpold bietet neuartige Wohn- und Lernformen.

Neues Forum am Scheidplatz

Stiftung Pfennigparade: Eine ganz spezielle Hausgemeinschaft

München - Die Stiftung Pfennigparade eröffnet am Scheidplatz ihr Forum am Luitpold – ein Heim für Kinder, Senioren, Behinderte und alle Schwabinger.

Seit Anfang des Jahres ist es offensichtlich: Es rührt sich was am Scheidplatz. Das Forum am Luitpold der Stiftung Pfennigparade füllt sich mit Leben. Es ist eine ganz spezielle Hausgemeinschaft, die in die Belgradstraße 104 bis 108 einzieht – und in dieser Form in München einzigartig. Am Donnerstag nimmt das Schwabinger „Leuchtturmprojekt“, wie es die einstige Staatsministerin Christine Haderthauer (CSU) anläßlich des Spatenstichs im Sommer 2013 formulierte, mit einem Tag der offenen Tür seine Arbeit auf.

Da wäre zunächst einmal das Sternstundenhaus mit vier Krippen- und drei Kindergartengruppen für behinderte und nichtbehinderte Kinder. Bereits Anfang Januar ist es in Betrieb gegangen. Zunächst war Leiterin Christine Platiel skeptisch, ob die Eltern das Konzept annehmen würden. Doch bald war klar: Die Sorge war unbegründet. Alle 81 Plätze – davon 27 für Kinder mit Behinderung – sind vergeben. Zugleich zogen auch die ersten älteren Menschen mit Behinderung in den Gebäudekomplex ein.

Es gibt drei Wohnformen. Konkret sind das 36 Mietwohnungen mit ein bis drei Zimmern, 16 Plätze in insgesamt vier Hausgemeinschaften und 40 stationäre Plätze. Die Kriterien der Vergabe sind sehr streng. „Aufgenommen werden nur Menschen mit körperlicher Einschränkung oder Behinderung, vor allem Senioren, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind“, erläutert Thomas Weber, Sprecher der Pfennigparade. „Aufgenommen werden auch Leute mit ganz schweren und Mehrfach-behinderungen. Wir bieten Betreuung rund um die Uhr,“ ergänzt Projektleiterin Konstanze Riedmüller. Dennoch dauerte es einige Monate, bis die neuen Bewohner für das Forum am Luitpold feststanden. „Wir mussten die Menschen, die unsere Vergabekriterien erfüllen, aus 450 Bewerbungen herausfiltern,“ erklärt die Projektleiterin.

Nicht ganz einfach, sind doch 80 Prozent Sozialwohnungen. Aber es ist gelungen. Momentan beziehen letzte Bewohner ihr Domizil. Eine Kreativwerkstatt, die mit den Bewohnern Theatervorführungen und Ausstellungen organisiert, und ein ambulanter Dienst ergänzen das Angebot.

Ebenfalls in dem Gebäudekomplex ist die Volkshochschule Schwabing. Sie hat bereits am 8. März den Betrieb aufgenommen. Senioren und Körperbehinderte können hier in barrierefreien Räumen lernen – bei Bedarf sogar mit Gebärdensprach-Dolmetscher. „Wichtig war uns von Anfang an die Öffnung in den Stadtteil“, sagt Konstanze Riedmüller. So sind die Therapieangebote (Logopädie, Ergo- und Physiotherapie) für alle Schwabinger da. Allein das neue Café wird sich zum Eröffnungstag noch nicht präsentieren können. Der Betrieb startet erst am 1. Juni.

mdy

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