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Ein reges Treiben herrscht jedes Mal beim Corso Leopold und dem Streetlife Festival in Schwabing.

Streetlife & Corso Leopold

Am Wochenende: Beim bunten Straßenfest wird’s politisch

München - Am Wochenende herrscht auf Leopold- und Ludwigstraße wieder ein buntes Treiben: Am 11. und 12. Juni finden das Streetlife Festival und der Corso Leopold statt.

Auf der Flaniermeile ist Einiges geboten, während der Verkehr ruht. Die betreffenden Straßen sind von Samstag, 11.30 Uhr, bis Montag, circa 3 Uhr, für Rad- und Autoverkehr gesperrt.

Streit mit der AfD

Vorab gab es heuer Ärger: Wie berichtet wollte die AfD in diesem Jahr mit einem Stand auf dem Corso Leopold vertreten sein. Die Veranstalter, darunter Ekkehard Pascoe, lehnten dies jedoch ab, mit Verweis auf die Einstellung der AfD zur Flüchtlingspolitik. „Wir feiern ein weltoffenes Fest, wo auch Flüchtlinge vorbeischauen werden. Die AfD ist fremden- und islamfeindlich. Wie passt das zusammen?“, fragt Pascoe. Die AfD klagte auf einstweilige Verfügung beim Landgericht München I. Der zuständige Richter lehnte jedoch ab. AfD-Anwalt Eberhard Gloning legte nun Beschwerde beim Oberlandesgericht (OLG) ein. Er beruft sich auf den Art. 21 GG, wonach Parteien im öffentlichen Raum besonderen Schutz genießen und das Recht haben, als Träger des öffentlichen Willens die Meinungsbildung zu beeinflussen. „Und wenn ein über zwei Kilometer langer Straßenabschnitt kein öffentlicher Raum ist, was dann?“, argumentiert Gloning. Eine Entscheidung des OLG fällt vermutlich heute Mittag.

Corso Leopold

Den Corso Leopold gibt es seit mehr als 20 Jahren. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Miteinander Füreinander“. Die Veranstalter reagieren damit auf die anhaltende Flüchtlingsdebatte. Der „Platz der Schwabinger“ vor der Buchhandlung Lehmkuhl heißt in diesem Jahr „Platz für Schwabinger, Flüchtende und Flüchtlingshelfer“. Vereine, Literaturhäuser, Radio- und TV-Sender sowie die Musiker der Bayerischen Philharmonie gestalten das Programm mit. Der Seerosenkreis veranstaltet wieder die Literaturbühne mit zahlreichen Lesungen, am Markt der Kunsthandwerker gibt es handgefertigte Exponate aus Holz und Keramik.

Streetlife Festival

Das Streetlife Festival stellt auch in diesem Jahr wieder die Besucher in den Mittelpunkt. Auf große Künstlernamen wird verzichtet. Die Stadt soll zurückerobert werden. Wo sonst der Verkehr tobt, wollen die Veranstalter von GreenCity eine autofreie Stätte der Begegnung und Aktion schaffen. Zwischen Siegestor und Geschwister-Scholl-Platz kann man über den „FairWert-Basar“ schlendern und fair produzierte Kleidung und Dekoartikel kaufen. Auf fünf Bühnen wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Ein Höhepunkt ist am Samstag, 22.30 Uhr, die große „Headphone-Party“ auf der Charivari-Bühne am Professor-Huber-Platz. Hier wird zu Musik aus Kopfhörern getanzt und gefeiert. Ein frühes Kommen lohnt sich, denn die 2000 Kopfhörer sind meist schnell vergriffen.

Im Herbst gehen beide Feste in die nächste Runde: Vom 10. bis 11. September finden Streetlife Festival und Corso Leopold wieder statt. Informationen unter www.corso-leopold.de und www.streetlife-festival.de.

L. Birnbeck & H. Ince

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