+
"Hans im Glück"-Gründer Thomas Hirschberger zwischen den Birken, die Gegenstand des Rechtsstreits waren.

Gerichtsurteil gegen Burger-Kette 

"Hans im Glück" zahlt nach - Architektin gewinnt Birkenwald-Streit

  • schließen
  • Jasmin Menrad
    Jasmin Menrad
    schließen

München - Der Streit um das bekannte Birken-Design der Burger-Filialen von "Hans im Glück" endete vor Gericht: Das entschied am Donnerstag, dass die Designerin noch Geld bekommen muss.

Im Birkenwald von „Hans im Glück“ tobt ein Sturm: Vor dem Oberlandesgericht streiten sich Gründer Thomas Hirschberger und Designerin Stefanie Rack darum, ob die Burger-Kette das Konzept – raumhohe Birken ohne Äste mit schwarzen Tisch-Sitz-Ensembles –, weiter nutzen darf.

Innenarchitektin Stefanie Rack (36) hatte das so benannte „Outside In“-Konzept für die erste „Hans im Glück“-Filiale in der Nymphenburger Straße 69 entwickelt. 10.000 Euro hat sie dafür bekommen. Zusätzlich sei eine Summe für jeden weiteren eröffneten Laden vereinbart gewesen, so Rack. Die Crux: Vertraglich geregelt war das nicht. Rack klagte nun auf Verletzung des Urheberrechts. Durch eine Unterlassungserklärung, die Hirschberger verbietet, das Raumkonzept für seine Läden zu nutzen, wollte sie eine Bezahlung für die weiteren eröffneten Läden erreichen – allein elf gibt es in München. „Jetzt können Sie noch die Notbreme ziehen“, sagte Richter Gunnar Cassardt zu den Beklagten, die sonst alle Restaurants umgestalten müssten.

Am Ende gab es eine gütliche Einigung: Die „Hans im Glück GmbH“ kauft für 120.000 Euro die Nutzungsrechte. Und im Birkenwald kann wieder friedlich gemampft werden.  

wei, min

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Stammstrecke: Verspätungen, Teilausfälle und Umleitungen
München - Auf der Stammstrecke kam es am Samstagabend wegen der ärztlichen Versorgung eines Fahrgastes zu Verspätungen, Teilausfällen und Umleitungen bei der S-Bahn.
Stammstrecke: Verspätungen, Teilausfälle und Umleitungen
Amidou floh aus Todesangst - doch der Schwulenhass holt ihn ein
München - Homosexuelle Flüchtlinge wie Amidou (Name geändert) können der Angst auch in München nicht entkommen. Sie werden von Landsleuten bedroht und angefeindet. Die …
Amidou floh aus Todesangst - doch der Schwulenhass holt ihn ein
Grippe-Alarm: Schon über 520 Fälle in der Stadt
München - Sie beginnt meist mit Halsschmerzen, der ganze Körper tut weh – und dann kommt das hohe Fieber inklusive Schüttelfrost: die Grippe. Und die gefährliche …
Grippe-Alarm: Schon über 520 Fälle in der Stadt
200.000 Euro an Amoklauf-Opfer von München ausbezahlt
München - Vor sechs Monaten erschütterte der Amoklauf am Olympiaeinkaufszentrum München. Nun wurde ein Teil des Hilfsfonds an die Opfer ausbezahlt.
200.000 Euro an Amoklauf-Opfer von München ausbezahlt

Kommentare