+
Bis 2026 könnte hier ein weiteres Gleis entstehen, um die Fahrgäste rechtzeitig ans Ziel zu bringen.

Neuer Gerichtstermin

Streit um zweite S-Bahn-Stammstrecke geht weiter

Der Streit um eine zweite S-Bahn-Stammstrecke geht in die nächste Runde. Anwohner klagen gegen unzureichenden Schutz.

München - Der Streit um den Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München beschäftigt erneut den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Anwohner und Geschäftsleute im Osten klagen gegen einen aus ihrer Sicht unzureichenden Schutz vor Lärm in der Bauphase sowie vor Erschütterungen beim späteren Betrieb.

Der Vorsitzende Richter stellte am Dienstag fest, dass es sich um ein sehr komplexes Verfahren handle, wie Gerichtssprecherin Claudia Frieser mitteilte. Wann ein Urteil verkündet wird, steht noch nicht fest.

Für den Abschnitt Ost sind noch fünf weitere Klagen anhängig. Teils geht es ebenfalls um Lärm, teils um einen eingeschränkten Zugang zu Geschäften während des Baus und damit verbundene Umsatzeinbußen. Teils wird die Streckenführung insgesamt infrage gestellt. Vor allem eine Bürgerinitiative im Stadtteil Haidhausen wehrt sich seit Jahren vehement gegen den Bau.

Zusätzliche Stammstrecke soll Kapazitäten verdoppeln

Die Verfahren für die Abschnitte West und Mitte sind nach Gerichtsangaben abgeschlossen. Beim Abschnitt West gab es sieben Verfahren, bei denen das Eisenbahn-Bundesamt teils zu Schutzauflagen verpflichtet wurde. Beim Abschnitt Mitte waren rund 20 Verfahren anhängig. Zu einem Stopp des Mega-Projekts, den Gegner gefordert hatten, führten die Prozesse bisher nicht. Beobachter gehen davon aus, dass es auch bei den noch offenen Verfahren höchstens zusätzliche Auflagen für die Bauphase geben wird.

Nach jahrelanger Planung hatte wurde im April mit dem Spatenstich der Bau begonnen. Das rund vier Milliarden Euro teure Projekt soll die Kapazitäten der chronisch überlasteten Strecke durch die Innenstadt fast verdoppeln. Kernstück ist ein sieben Kilometer langer Tunnel, der bis zu 40 Meter unter der Erde verlaufen wird. 2026 sollen die ersten S-Bahnen rollen. Gegner kritisieren das Projekt als Milliardengrab und favorisierten den Ausbau eines Südrings. Die Engpässe seien vielfach an den Außenästen und nicht nur auf der Stammstrecke.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Computer-Panne am Wahltag? Helfer schildert chaotische Szenen - und kann nur den Kopf schütteln
Ein Münchner Wahlhelfer spricht von einer Computer-Panne im KVR am Wahlsonntag - und schildert chaotische Szenen. Jetzt meldet sich auch das Amt zu Wort.
Computer-Panne am Wahltag? Helfer schildert chaotische Szenen - und kann nur den Kopf schütteln
Lange Nacht der Museen: Alles, nur nicht langweilig!
Am Samstag, den 20. Oktober 2018 heißt es zum 20. Mal "Spot an und Türen auf!" zur Langen Nacht der Münchner Museen.
Lange Nacht der Museen: Alles, nur nicht langweilig!
Umbau der städtischen Kliniken: Das sind die Baupläne des Mega-Eingriffs 
Unter dem Namen „München Klinik“ firmieren zukünftig die städtischen Krankenhäuser in München. Derzeit werden sämtliche Standorte aller Kliniken modernisiert. 
Umbau der städtischen Kliniken: Das sind die Baupläne des Mega-Eingriffs 
Neue Vorwürfe gegen Ticket-Kontrolleure: Ex-Mitarbeiter berichtet von Gewalt, Rassismus, Unterschlagung
Nachdem vor wenigen Tagen bereits über eine geheime Quote für Kontrolleure berichtet wurde, werden nun neue Vorwürfe gegen die Ticket-Sheriffs erhoben.  Ein weiterer …
Neue Vorwürfe gegen Ticket-Kontrolleure: Ex-Mitarbeiter berichtet von Gewalt, Rassismus, Unterschlagung

Kommentare