Tank-Explosion schleudert Arbeiter auf Autobahn - Unfälle

Piding - Bei einer Explosion auf dem Gelände einer stillgelegten Autobahntankstelle im Berchtesgadener Land ist am Dienstag ein 35-jähriger Arbeiter ums Leben gekommen.

Bei einer Explosion auf dem Gelände einer stillgelegten Autobahntankstelle im Berchtesgadener Land ist am Dienstag ein 35-jähriger Arbeiter ums Leben gekommen. Der Münchner war nach Ermittlungen der Polizei zur Unglückszeit mit der Reinigung eines 150000-Liter-Dieseltanks auf dem Gelände der Tankstelle in Piding-Nord beschäftigt. Der Mann wurde 70 Meter weit durch die Luft geschleudert und fiel leblos auf die Autobahn A8 (München-Salzburg).

Der Lenker eines herannahenden Sattelzuges konnte das Fahrzeug gerade noch vor dem auf die Fahrbahn gestürzten Explosionsopfer stoppen. Im Verkehrsstau in Höhe Anger übersah jedoch ein 23-jähriger Niederösterreicher das Stauende, rammte einen Lkw und einen Personenwagen und schleuderte in die Mittelleitplanke. Der Unfallverursacher musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeugwrack befreit werden. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Bad Reichenhall geflogen. Der Lkw-Fahrer und die Pkw-Fahrerin blieben unverletzt.

Die Tankstelle Piding-Nord war nach dem Neubau der Rastanlage Hochfelln-Nord an der Autobahn A 8 in Fahrtrichtung München abgetragen worden. Die Abbrucharbeiten der Gebäude waren im vergangenen Dezember abgeschlossen. Nun sollten die leeren Erdtanks gereinigt werden. Damit war eine Münchner Firma beauftragt, die am Dienstag insgesamt fünf Beschäftigte zu der Baustelle geschickt hatte. Die vier Kollegen des Getöteten kamen mit dem Schrecken davon.

Nach dem Unglück musste die Autobahn wegen weiterer Explosionsgefahr und des möglichen Austritts gefährlicher Dämpfe für vier Stunden voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde umgeleitet. Die Messungen der Feuerwehr ergaben schließlich keine ernsthafte Gefährdung mehr für Reisende und Anwohner.

Die Untersuchungen der Kriminalpolizei zur genauen Unglücksursache dauerten am Dienstag an. Ein Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes wurde hinzugezogen.

dpa

Auch interessant

Kommentare