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Tausende Demonstranten gegen Sicherheitskonferenz erwartet

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München - Das Aktionsbündnis gegen die Münchner Sicherheitskonferenz erwartet heuer eine besonders hohe Beteiligung an den geplanten Demonstrationen am 6. und 7. Februar.

Wie der Sprecher des “Aktionsbündnisses gegen die NATO-Sicherheitskonferenz“, Claus Schreer, am Dienstag in München mitteilte, wird mit einer internationalen Beteiligung gerechnet. Mehr als 80 Organisationen hätten den Aufruf des Aktionsbündnisses unterschrieben. Schreer erwartet über 5000 Demonstranten.

Das Angebot zur Teilnahme eines Vertreters von Gegnern der Konferenz lehnt das Bündnis entschieden ab. Zudem sei die Einladung des Konferenzleiters Wolfgang Ischinger nur in der Presse formuliert und nicht persönlich an das Bündnis gerichtet worden, sagte Schreer. “Wir halten das für völlig sinnlos, an einer Kriegstagung teilzunehmen und uns mit der Kriegsmafia an einen Tisch zu setzten. Wir werden kein Feigenblatt für das Image der Veranstaltung abgeben“.

Eine zentrale Forderung des Bündnisses ist die sofortige Einstellung von Waffenlieferungen der Bundesrepublik an Israel. In diesem Zusammenhang sollen auch viele palästinensische Gruppen an den Demonstrationen teilnehmen, betonte Schreer. “Es kann nicht sein, dass man so tut, als würde man für Frieden im Nahen Osten sein und gleichzeitig den Krieg im Gaza-Streifen mit Waffen an Israel unterstützt.“

Zur 45. Münchner Sicherheitskonferenz vom 6. bis 8. Februar 2009 werden mindestens ein Dutzend Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter wichtiger internationaler Organisationen erwartet.

dpa

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