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Paul K. (64) vor Gericht

Taxi-Kundin muss Fahrt mit Liebesdiensten zahlen

München - Der Taxifahrer Paul K. (64) hat den Fahrpreis von einer mittellosen jungen Kundin sozusagen in Naturalien erhoben. Er stellte sie vor die Wahl: Oralverkehr oder Polizei.

Kurz vor der Rente musste der bislang unbescholtene Mann wegen Nötigung und Missbrauchs einer Jugendlichen erstmals vor den Kadi.

Das Amtsgericht hat ihn zu einem Jahr Bewährungsstrafe verurteilt. Er legte Berufung ein: „Eigentlich will ich einen Freispruch“, sagte der Taxler vor dem Landgericht. Emmi R., damals 17, war im Februar 2010 mit einer Freundin und zwei jungen Männern in Landshut eingestiegen: „Nach München“. Paul K. hatte Bedenken wegen der Zahlungsfähigkeit der stark angetrunkenen Fahrgäste, doch Emmi R. beruhigte ihn: Ihre Mutter werde die 150 Euro zahlen.

Ihre Begleiter stiegen kurz vor dem P1 aus. Emmi R. musste schließlich zugeben, dass K. das Geld für die Fahrt nicht bekommen würde. Da verlangte der Taxifahrer eine sexuelle Entschädigung. Dass er das Mädchen für älter als 17 gehalten haben will, glaubte ihm die Richterin nicht: „Sie sieht jetzt noch deutlich jünger als 18 aus.“ Sein Verhalten sei „schlicht und einfach ein nicht hinnehmbar“.

Freilich habe Emmi R. ihre Zwangslage selbst herbei geführt. Deshalb gab’s auf Antrag von Verteidiger Alexander Eckstein eine Strafermäßigung auf acht Monate. Paul K. nahm das Urteil an.

sl

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